Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auf der Landstraße zahlt sich eine gelassene Fahrweise aus

Laut dem ACE kommen rund 60 Prozent der Straßenverkehrstoten auf Landstraßen ums Leben. Eine gelassene Fahrweise hilft in vielen Fällen, Unfälle zu vermeiden. Foto: Julian Stratenschulte
+
Laut dem ACE kommen rund 60 Prozent der Straßenverkehrstoten auf Landstraßen ums Leben. Eine gelassene Fahrweise hilft in vielen Fällen, Unfälle zu vermeiden. Foto: Julian Stratenschulte

Goslar (dpa/tmn) - Waghalsige Überholmanöver und unangepasste Geschwindigkeit sind die größten Risikofaktoren auf Landstraßen. Geduld ist auf den schmalen und kurvigen Strecken eine Art Lebensversicherung.

Von den Todesopfern im Straßenverkehr lassen rund 60 Prozent ihr Leben auf Landstraßen. Mancher Unfall könnte durch mehr Geduld vermieden werden, sagt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE). Beim Überholen vor allem auch an Steigungen solle man gelassen bleiben, wenn der Vordermann eher zur Kategorie Sonntagsfahrer zählt. Der ACE weist darauf hin, dass Überholmanöver an unübersichtlichen Stellen ein hohes Gefahrenpotenzial bergen. «Daher lohnt es sich, etwas mehr Geduld aufzubringen und bei der nächsten, gut überschaubaren Strecke zu überholen - und natürlich niemals in einem Überholverbot», erklärt Hillgärtner.

Auch ganz wichtig für sicheres Überholen auf Landstraßen: Stets die eigene Geschwindigkeit im Blick haben und Tempolimits befolgen. «Landstraßen, insbesondere wenn sie leer sind, verleiten zu unangepasster Geschwindigkeit», sagt Hillgärtner. Da kann es schnell passieren, dass eine Kurve oder andere Gefahrenstelle auftaucht und man aufgrund zu hohen Tempos nur schwer die Kontrolle über das Fahrzeug behält.

«Grundsätzlich haben Autofahrer die Pflicht, ihre Fahrweise den Gegebenheiten anpassen», sagt der ACE-Sprecher. «Und Landstraßen können ihre Tücken haben.» Sie seien oft schmal, manche Fahrbahn ist beschädigt. «Wer auf einen unbefestigten Randstreifen gerät, für den kann die Fahrt schnell im Graben oder auf dem Acker oder gar am Baum enden», warnt Hillgärtner. Vorsicht sei schon allein deshalb geboten, weil es «keinen generellen Anspruch auf eine Straße ohne Schlaglöcher gibt».

Um die hohe Zahl tödlicher Landstraßenunfälle zu senken, könnten nach Meinung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) verschärfte Tempolimits helfen. Der DVR plädiert für 80 km/h auf Landstraßen mit weniger als sechs Metern Breite, so Hauptgeschäftsführer Christian Kellner vor dem 53. Verkehrsgerichtstag (28. bis 30. Januar). Dort werden Unfälle auf Landstraßen ein wichtiges Thema sein.

Infos zum Verkehrsgerichtstag

Kommentare