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Brandneu

Jeep Cherokee: So fährt der Italo-Indianer

Jeep Cherokee
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Lässige Eleganz im Sportwagenrot: Der neue Jeep Cherokee. Besonders prägnant, der gefräßige Kühlergrill kombiniert mit den schmalen Raubtierscheinwerfern.

Jeep gilt als Vater aller Geländewagen und ist weltweit der größte Hersteller von SUVs (Sport Utility Vehicles). Jetzt geht der neue Urenkel des legendären US-Army-Jeeps Willys auf die Pirsch.

Der neue Jeep Cherokee steht nach einer Europa-Pause ab sofort auch hierzulande wieder bei den Händlern – mit neuem Design und neuer Technik. Den Mittelklasse-SUV gibt’s ab 34.800 Euro mit einem 2,0-l-Vierzylinder-Turbodiesel von Fiat mit 140 oder 170 Pferdestärken, sowie einem 3,2-l-V6-Benziner mit 272 PS ab 48.000 Euro. Mit Allrad kostet der Italo-Indianer 2100 Euro mehr. Wahlweise gibt’s ein Sechsgangschaltgetriebe oder die neue 9-Gang-Automatik. Wir haben den stattlichen Pfadfinder im schicken Designeranzug schon mal getestet.

Der neue Jeep Cherokee hat fast nichts mehr vom kantigen Auftritt seiner Vorgänger. Der Karosserie des 4,63 Meter langen SUV ist eleganter und athletischer geworden. Im abgewinkelten Kühlergrill erinnern lediglich noch sieben wuchtige mit viel Chrom umrandete Lüftungsschlitze sowie die großen eckigen Radkästen an alte Jeep-Zeiten. Die zweigeteilten LED-Scheinwerfer sind nur noch schmale Schlitze. Die Seitenlinien und das Heck mit dem großen Spoiler sind jetzt schlank und aerodynamisch geformt.

Auch unter der Haube und im Innenraum ist alles neu: Der Italo-Indianer steht auf einer völlig neuen C-Plattform, die er mit der Giulietta der Konzernschwester Alfa Romeo teilt.

Bei 2,70 Metern Radstand ist der Innenraum entsprechend großzügig. Vorne wie hinten sitzt man äußerst bequem, Bein- und Kopffreiheit sind großzügig. Gesteigert wird das großartige Raumgefühl noch durch das optionale riesige Panorama-Schiebdach (1450 Aufpreis).

Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 412 und 500 Liter und erhöht sich bei umgeklappter ebener Rückbank auf 1267 Liter. Praktisch: Der Beifahrersitz lässt sich auch völlig flach umlegen und erlaubt so den Transport von längeren Gegenständen. Allerdings ist die Ladekante am Heck mit 76 cm recht hoch.

Als Diesel gibt’s den neuen Jeep Cherokee in den

Kaum eine Kante. Auch am Heck ist der 4,63 Meter lange SUV eleganter geworden.

Ausstattungsvarianten Longtitude und Limited. Bereits die Basisversion ist üppig bestückt: Zweizonen-Klima-Automatik, Tempomat, Connect-Mediacenter mit leicht bedienbaren 21,3-cm-Touchscreen. Optional gibt’s Online-Navigation, Hotspot und Appstore sowie jede Menge Assistenz- und Sicherheitspakete. Das Multifunktionslenkrad aus Leder ist allerdings etwas mit Knöpfen und Schaltern überfrachtet.

In den von uns getesteten neuen Cherokees mit Dieselmotor sind wir bereits mit dem kleinen Zweiliter-Multijet mit 140 PS, Frontantrieb und leichtgängigem Sechsgang-Handschaltgetriebe zügig und flott unterwegs. Nach etwas behäbigem Start kommen wir doch in zwölf Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer, das Spitzentempo liegt bei 189 Stundenkilometer..

Die 170-PS-Version ist um 2100 Euro teurer und serienmäßig mit der neuen spritsparenden ZF-Neun­gang-Automatik ausgestattet. Damit beschleunigen wir den Cherokee in zehn Sekunden von null auf 100. Spitze: 192 Stundenkilometer. Das maximale Drehmoment der beiden Diesel ist identisch: 350 Newtonmeter. Der Verbrauch ist akzeptabel: Mit kombinierten 6,5 bzw. 7,5 Litern/100 km übertreffen wir bei zurückhaltender Fahrweise den angegebenen Normverbrauch nur unwesentlich.

Durchweg positiv ist das Fahrgefühl: Die Servolenkung ist auch

Ein echter Lademeister ist der Cherokee ebenfalls: 1267 Liter, wenn alles umgeklappt ist.

bei Kurvenfahrten sehr direkt, und das Fahrwerk steckt auch größere Unebenheiten auf der Straße problemlos weg. Alle neuen Cherokee-Modelle mit Allrad verfügen zudem über die Selec-Terrain-Traktionskontrolle mit den vier Fahrstufen Auto, Snow, Sport und Sand/Mud. Die Benzinversion des Cherokee sowie die höher gelegte Cherokee-Variante Trailhawk gibt es nur mit 3,2-l-V6-Motor und Allrad (Preis ab 48.000 Euro). Der Offroader hat für extreme Fahrten abseits befestigter Straßen einen speziellen Unterbodenschutz, einen kleineren Böschungswinkel sowie einen Geländetempomaten. Kombinierter Verbrauch: 10 Liter pro 100 km. Spitze: 180 Stundenkilometer.

Fazit

Der neue Cherokee ist ideal zum Cruisen über Land und für Touren auf unbefestigtem Terrain. Aber auch schick genug für Fahrten in der City und ins Theater.

Das ist der neue Jeep Cherokee

Das ist der neue Jeep Cherokee

Der neue Jeep Cherokee 2014
Der neue Jeep Cherokee 2014 soll eine neue Ära einleiten. Besonders auffällig ist der Frontgrill: Die sieben Luftschlitze mit Knick weisen unverkennbar auf die Jeep-Herkunft hin, aber eben anders. © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Die Seitenlinie wirkt robust, aber schlanker. © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Schmale Scheinwerfer bestimmen das Vier-Leuchten-Konzept an der Front. © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Auch am Heck bestimmen die großen LED-Leuchten den neuen Cherokee unverwechselbar. © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Zum Motorenangebot gehören ein 2,0-Liter-Turbodiesel von Konzernmutter Fiat mit 170 PS und Neun-Gang-Automatik. Auch eine Version mit 140 PS und Sechs-Gang-Getriebe ist verfügbar. Als Benziner gibt es einen 3,2-Liter-V6 mit 272 PS. Für Russland und den mittleren Osten ist ein 2,4-Liter-Vierzylinder im Angebot. © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Der neue Jeep Cherokee ist das erste Mittelklasse SUV (sport utility vehicle) das serienmäßig mit einem Neungang-Automatikgetriebe ausgestattet ist. Dazu gibt es Hinterachs-Entkoppelung und ABS mit Gelände-Kalibrierung. © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Modern und aufgeräumt das Cockpit mit TFT Farbbildschirm (17,8 Zentimeter in der Diagonalen). © Jeep
Der neue Jeep Cherokee 2014
Der neue Jeep Cherokee kehrt im Juni 2014 in die deutschen Fiat-Chrysler-Jeep Autohäuser zurück. Weltpremiere feiert der Offroader auf dem Genfer Autosalon 2014 (6. bis 16. März 2014). © Jeep

Heinz Wilhelm

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