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Manchmal nur Meter

Elektroauto: Wie viel Strom und Reichweite Radio, Heizung und Licht kosten

Wer elektrisch fährt, gewöhnt sich schnell das Stromsparen an – um Ladekosten und vor allem Reichweite zu sparen. Doch wie viel Energie verbrauchen Extras wirklich?

Mit dem Trend zum Elektroantrieb ändern sich für Autofahrer viele liebgewonnenen Gewohnheiten. So muss man längere Touren anders planen als per Verbrenner, und sorgfältig auf Energieverbrauch sowie Reichweite achten. Gerade zur kälteren Jahreszeit wird das besonders wichtig, da sinkende Temperaturen den Akku besonders belasten.

Elektroauto: Soviel Strom und Reichweite kosten Radio, Heizung, Licht

Benötigt nur wenig Strom: Scheinwerfer, hier am VW ID.4. (Symbolbild)

Das Heizen des Innenraumes beispielsweise kann, im Gegensatz zur Fahrt im konventionellen Auto, spürbare Auswirkungen auf die Reichweite haben. Aber wie sieht es mit anderen Strom-Verbrauchern aus? Funktionen wie Licht, Radio oder Heckscheibenheizung sind für Sicherheit oder Fahrkomfort wichtig. Sie werden in Elektroautos nicht direkt vom großen Fahr-Akku gespeist, sondern, wie bei Verbrennermodellen auch, über ein separates 12-Volt-Netz. Dessen Batterie jedoch (die übrigens auch bei Stromern für die meisten Pannen verantwortlich ist) wird dann doch wieder vom Hauptakku gefüllt. Indirekt ist die Reichweite also durchaus betroffen.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am Weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

So viel Strom verbrauchen Extra-Funktionen – und so viel Reichweite kosten sie (pro Stunde Betrieb in einem E-Auto, das 17 kWh/100 braucht):

FunktionStromverbrauch ca.Reichweiten-Verlust ca.
Heizung5 kW30 km
Sitzheizung0,1 kW600 Meter
Abblendlicht0,125 kW750 Meter
Nebelscheinwerfer0,11 kW650 Meter
Front- und Heckscheibenheizung0,8 kW4,7 km
Zigarettenanzünder0,2 kW1,2 km
USB-Ladebuchse0,1 kW600 Meter
Radio und Navi0,03 kW 180 Meter
Außenspiegel-Heizung0,04 kW240 Meter

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Elektroauto: Stromsparen macht nicht immer Sinn

Es ist klar zu erkennen, dass die Innenraum-Heizung mit Abstand der größte Stromschlucker unter den Sicherheits- und Komfortfunktionen ist. Licht oder Scheibenheizung auszuschalten, um Strom zu sparen, ergibt also keinen Sinn – und ist das damit verbundene Sicherheitsrisiko keinesfalls wert.

Rubriklistenbild: © www.martinmeiners.de / VW

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