Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nicht alles ist wahr

Elektroauto im Winter kaum zu gebrauchen? Fünf gängige Vorurteile gegen Stromer im Check

Noch immer stehen viele Menschen Elektroautos skeptisch gegenüber. An einigen Vorurteilen ist durchaus etwas dran – doch manches entpuppt sich als Stromer-Mythos.

Fast jeder siebte Neuwagen in Deutschland fährt mittlerweile rein elektrisch. Damit ist die lokal emissionsfreie Antriebstechnik endgültig aus der Nische gefahren. Trotzdem gibt es noch zahlreiche Vorbehalte gegen Batterie-Pkw. Sind sie haltbar? Ein Check in fünf Punkten. 

Fünf gängige Vorurteile im Check: Elektroautos sind brandgefährlich

Auch wenn immer wieder Berichte über brennende E-Autos auftauchen: Grundsätzlich sind elektrifizierte Fahrzeuge bei sogenannten Unfallfolgebränden nicht mehr oder weniger gefährlich als Autos mit Diesel- oder Ottomotor. Das hat damit zu tun, dass sie den gleichen Sicherheitsstandards genügen müssen. Allgemeinere Studien, die auch technische Defekte ohne Unfall in den Blick nehmen, liefern ebenfalls keinen Beleg für eine besondere Gefährlichkeit von E-Autos. Meist schneiden die Stromer sogar deutlich besser ab als Verbrennermodelle – was aber auch teilweise an ihrem im Schnitt geringeren Alter liegen könnte. Was bei E-Autos tatsächlich problematisch ist, ist der sogenannte „Thermal Runaway“ – das Durchzünden des kompletten Akkus, der sich dann nur noch mit großem Aufwand und sehr viel Wasser löschen lässt. 

Fünf gängige Vorurteile im Check: Elektroautos können keine Anhänger ziehen

Tatsächlich gab es lange Jahre keine E-Autos mit Anhängerkupplung. Mittlerweile ist der Haken für fast jedes Modell oberhalb der Kleinstwagenklasse zu haben – allerdings ist er nicht in jedem Fall für das Ankuppeln eines Anhängers gedacht. Vor allem in den kleineren Klassen geht es eher um die Nutzung für den Fahrradträger. Aber auch wer richtig schwer ziehen will, kann das mittlerweile mit einem E-Mobil. Am meisten Gewicht am Haken akzeptiert aktuell der BMW iX mit 2,5 Tonnen. Allerdings: Die zusätzlichen Kilos am Gespann vermindern die Reichweite stark. Und beim Laden an der öffentlichen Säule ist mit dem Hänger am Haken viel Rangierarbeit nötig. 

Gegen Elektroautos gibt es immer noch viele Vorurteile – nicht alles davon stimmt. (Symbolbild)

Fünf gängige Vorurteile im Check: Elektroautos sind im Winter kaum zu gebrauchen

Auch Autos mit Verbrennungsmotor verbrauchen im Winter mehr Sprit. Der Motor ist beim Start besonders kalt, Licht, Heizung und Scheibenwischer verlangen Extra-Energie. Das gilt auch beim E-Auto, wo allerdings auch noch der Umstand hinzutritt, dass die chemischen Reaktionen in der Batterie bei Kälte gehemmt ablaufen. Unterm Strich kann die Reichweite bei Frost um ein Viertel oder ein Drittel gegenüber dem Wert an einem sonnigen Frühlingstag sinken. In der Praxis ist das allerdings nur bei Langstreckenfahrten oder bei generell geringer Batteriegröße ein echtes Problem. Im übrigen Alltag ist es in vielen Fällen eher unwichtig, ob das Auto nun 400 oder 300 Kilometer weit kommt. Trotzdem: Wer häufiger Langstrecken fährt, sollte im Zweifel Geld in ein Modell mit eher größerem Akku investieren. 

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am Weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter unseres Partners 24auto.de.

Fünf gängige Vorurteile im Check: Elektroautos sind zu teuer

Wer ein alltagstaugliches E-Mobil will, das nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf längeren Touren funktioniert, sollte mindestens 35.000 Euro im Budget haben – nur wenige Stromer liegen darunter. Davon geht noch die Umweltprämie von aktuell knapp 10.000 Euro ab. Im nächsten Jahr sinkt die Förderung auf rund 7.400 Euro, um dann sukzessive weiter abgebaut zu werden. Unterm Strich ist ein E-Mobil also kein Schnäppchen. Gleiches gilt aber auch für Verbrenner – einen VW Golf gibt es aktuell auch mit kleinstem Benziner und überschaubarer Ausstattung nicht unter 30.000 Euro. Berücksichtigt man noch den erwartbar stark sinkenden Restwert von Verbrenner-Autos, wird das E-Mobil finanziell zunehmend attraktiv. Wer einen günstigen Ladestromtarif hat, spart außerdem in der Regel auch im Betrieb. 

Auf dem Weg zum fünften Stern: Alles rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar finden Sie in unserem eMagazin – jetzt kostenlos sichern!

Fünf gängige Vorurteile im Check: Das Laden von Elektroautos dauert ewig

Einen großen Akku füllen, kann an der Haushaltssteckdose schon mal 24 Stunden oder mehr dauern. Glücklicherweise muss das in der Regel nicht sein: Wer in kurzer Zeit viel Reichweite braucht, tankt am Ultraschnelllader in einer halben Stunde Strom für mehrere hundert Kilometer – das richtige Auto und passende Umweltbedingungen vorausgesetzt. Zwischen beiden Extremen ist relativ viel Spielraum: Für viele Nutzer ist das Laden in zeitlicher Hinsicht eher kein großes Problem, weil es sich mit ein klein wenig Planung gut in den Alltag integrieren lässt. (Holger Holzer/SP-X)

Rubriklistenbild: ©  Karina Hessland/Imago

Kommentare