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Nach Tankrabatt-Ende

Spritpreise: Deutschland teurer als Nachbarn – hier ist es günstiger

Der Tankrabatt hat in Deutschland kurzzeitig die Spritpreise gesenkt. Nach seinem Ende zahlen Autofahrer wieder mehr als in den Nachbarländern.

Schon wenige Tage vor dem Auslauf des Tankrabatts begannen die Spritpreise wieder zu steigen. Kaum zeigte der Kalender September, explodierten die Kosten für Diesel und Benzin an den Zapfsäulen. Doch damit nicht genug: Kraftstoff ist in Deutschland wieder teurer als in fast allen EU-Nachbarstaaten.

Es ist nicht der erste Vergleich der Spritkosten, seitdem der Ukraine-Krieg in Deutschland für neue Rekordwerte an den Tankstellen gesorgt hatte. Bereits im April verglich das Statisitische Bundesamtes anhand von Daten der EU-Kommission die Preise von Diesel und Benzin mit anderen europäischen Ländern. Schon damals waren die Tankstellen hierzulande „teils deutlich teurer als in den meisten direkten Nachbarstaaten“.

Die Spritpreise in Deutschland sind höher als in den meisten Nachbarländern. (Montage)

Spritpreise: Deutschland teurer als Nachbarn – hier ist es billiger

Nach dem Auslaufen des Tankrabatts hat das Statsistische Bundesamt nun noch einmal genauer hingeguckt. Stichtag für den den Vergleich war der 5. September. An diesem Tag kostetet ein Super E5 durchschnittlich 2,07, für den Liter Diesel wurden 2,16 Euro ermittelt.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Im Durchschnitt verteuerten sich die Preise damit um 35,16 Cent pro Liter Benzin und 16,71 Cent pro Liter Diesel. Ähnlich teuer war der Sprit lediglich in den Niederlanden (2,01 Euro für Super E5) und Dänemark (2,04 Euro für Super E5).  Bei Diesel war der Abstand zum nächst teuren Land noch höher: Der Liter kostete in Dänemark 2,07 Euro und damit 9 Cent weniger als hier.

Spritpreise: Polen im Vergleich am günstigsten

Am günstigsten waren Kraftstoffe in Polen, wo der Liter Super E5 für 1,38 Euro und der Liter Diesel für 1,61 Euro gehandelt wurde. Auch in Luxemburg (E5: 1,61 Euro; Diesel: 1,83 Euro), Frankreich (E5: 1,62 Euro; Diesel: 1,78 Euro), Tschechien (E5: 1,64 Euro; Diesel: 1,85 Euro), Belgien (E5: 1,69 Euro; Diesel: 2,02 Euro) und Österreich (E5: 1,74 Euro; Diesel: 1,90 Euro) war das Tanken deutlich günstiger als in Deutschland.

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Insbesondere für Menschen, die in der Nähe der Grenze wohnen, kann sich daher lohnen, in einem der Nachbarstaaten zu tanken. Doch es macht längst nicht immer Sinn, einen solchen Umweg zu fahren, nur um günstig zu tanken, warnt der ADAC. Lohnt sich der Weg über die Grenze nicht, empfiehlt es sich, die Preise per App zu vergleichen. Zudem ist es sinnvoll, unter der Woche zu tanken, vor allem in den Abendstunden sind Benzin und Diesel dann meist am „preiswertesten“. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © IlluPics/Imago

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