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Krass: Studie belegt Abzocke bei Spritpreisen

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Studie: Autofahrer zahlen 100 Millionen Euro zu viel für Benzin

Berlin/Saarbrücken - An der Tanke ist es für Autofahrer zur Zeit sehr bitter. Noch nie war der Sprit so teuer. Erstmals belegt jetzt eine Studie, dass die Ölkonzerne ungeniert zu viel abkassieren.

Willkürliche Preiserhöhungen an den Tankstellen kosten die deutschen Autofahrer nach einer neuen Studie jeden Monat 100 Millionen Euro. Die Mineralölwirtschaft habe unter dem Deckmantel steigender Rohölpreise und der Irankrise „ihre Margen auf Kosten der Tankstellenkunden ausgeweitet“, zitiert die „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch) aus einer Untersuchung des Hamburger Experten für Energiemärkte und Energierohstoffpreise, Steffen Bukold.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Begründungen für Benzinpreise
Es scheint, als würden die Ölkonzerne immer eine "Ausrede" für steigende Benzinpreise finden. Einige skurille Begründungen hat beispielsweise der Ökonom Martin Kapp auf webjournal.ch zusammengestellt. © dpa
Begründungen für Benzinpreise
 © Quelle: webjournal.ch
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 © mol
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 © Quelle: webjournal.ch
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 © mol

Der Preis für Superbenzin sei in den vergangenen drei Monaten um 11,3 Cent pro Liter gestiegen, schreibt das Blatt unter Berufung auf die im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion angefertigte Studie. Aber nur 6,6 Cent pro Liter ließen sich „durch höhere Rohölpreise oder einen veränderten Wechselkurs Euro/Dollar erklären“. 4,7 Cent hätten die Konzerne somit „einfach aufgeschlagen“. Hochgerechnet auf den monatlichen Absatz von Superbenzin ergebe sich daraus „eine finanzielle Mehrbelastung der Tankstellenkunden von 98 Million Euro pro Monat“.

Man wolle mit der Studie den „Mineralölkonzernen auf die Finger klopfen“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn dem Blatt. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stephan Kühn, sagte der Zeitung: „Wir haben keinen funktionierenden Wettbewerb bei den Tankstellen.“ Das Kartellamt müsse umgehend Möglichkeiten erhalten, „um hier stärker zu kontrollieren und einzugreifen.“

dpa

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