Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tödliche Gefahr

Tesla: Full Self-Driving erkennt Kinder nicht – Tester sollen Videos löschen

In einem Test übersah Teslas FSD-System Kinderpuppen und überfuhr sie – nun fordert der Autobauer, dass die Videos davon gelöscht werden

Update vom 29. August 2022, 15:40 Uhr: Tesla wehrt sich gegen die Kritik an seinem „Full Self-Driving“-System (FSD) durch „The Dawn Project“. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der Elektroautobauer die Gruppe aufgefordert, die Videos zu entfernen, die zeigen, wie eine Kinderpuppe von einem Tesla mit aktivierten FSD überfahren wird. Der Hersteller bezeichnete die Clips als „verleumderisch“ und „irreführend“.

Das Unterlassungsschreiben von Tesla veröffentlichte „The Dawn Project“ auf seiner Website. „Die angeblichen Tests missbrauchen und stellen die Fähigkeiten der Tesla-Technologie falsch dar und ignorieren weithin anerkannte Tests unabhängiger Agenturen sowie die Erfahrungen, die unsere Kunden gemacht haben“, heißt es darin. Die durchgeführten Tests seien „wahrscheinlich betrügerisch“. Tesla drohte mit rechtlichen Schritten.

Der nicht unumstrittene Gründer von „The Dawn Project“, Dan O’Dowd, bezeichnete das Tesla-Schreiben als den „bizarrsten Unterlassungsbrief“, den er je gesehen habe. „Unsere Tests sind absolut legitim und nicht irreführend“, schreibt O‘Dowd. „Wir haben die Rohdaten bereitgestellt und eidesstattliche Erklärungen der Teilnehmer eingeholt und zur Verfügung gestellt.“ Das Schriftstück von Tesla sei reine „Marketingpropaganda.“

Erstmeldung vom 11. August 2022, 11.39 Uhr: Sowohl der „Autopilot“ als auch das teurere „Full Self-Driving“ (FSD) bringen Tesla immer wieder Kritik ein. So kommt es immer wieder zu Unfällen, weil die Fahrer den Systemen komplett vertrauen, obwohl es sich streng genommen nur um Fahrassistenten handelt. Daher wurde Tesla in Kalifornien wegen irreführender Werbung von den US-Behörden verklagt. Elon Musk (52) ist sogar so überzeugt vom FSD, dass der die Beta-Version auf von seinen Kunden auf öffentlichen Straßen testen lässt. Wie gefährlich das ist, demonstrieren Nutzer immer wieder mit Videos. So auch das „The Dawn Project“, dass auf die Gefahren für Kinder aufmerksam machen will.

Diese soll das „Full Self-Driving“ von Tesla nämlich nicht korrekt erkennen und somit eine tödliche Gefahr für Kinder darstellt, so der Vorwurf. Für die Tests wurde eine Puppe in Kindergröße auf der Straße platziert und ein Tesla mit aktiviertem FSD fuhr mit 40 km/h darauf zu.

Das Full Self-Driving von Tesla steht immer wieder in der Kritik. (Symbolbilder)

Tesla: Full Self-Driving erkennt Kinder nicht

Das Resultat dieser Tests fällt ziemlich ernüchternd aus: Nicht ein einziges Mal bremst der Tesla für das Kind ab. Ähnliche Ergebnis gab es bereits bei anderen Tests, bei denen Kinder ebenfalls nicht erkannt wurden. So hat das System beispielsweise auch Probleme, Hunde und Katzen zu erkennen.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

„Elon Musk behauptet, dass die FSD-Software großartig ist“, erklärt The-Dawn-Project-Gründer Dan O’Dowd in dem kurzen Clip und fügt hinzu: „Ist sie aber nicht!“ Viel mehr sei das „Full Self-Driving“ eine Gefahr für alle Amerikaner. Mit den Tests sollen die Schwachstellen dargelegt werden und so Druck auf die US-Politik ausgeübt werden, die Funktion zu verbieten. Und zwar so lange, bis die Elektroautos von Tesla „keine Kinder mehr niedermähen“, schreibt O‘Dowd auf Twitter.

Tesla: Full Self-Driving in der Kritik

Doch auch der Gründer des „The Dawn Project“, das für ein sicheres Zusammenspiel von Menschen und Computer sorgen will, steht in der Kritik. Der Grund: Er hat ein Unternehmen, das im Bereich von Selbstfahrenden Autos tätig ist. O‘Dowd betont jedoch, dass es keine Konkurrenz zu Tesla gebe und die Software seiner Firma von den Autoherstellern nur in wenigen Komponenten genutzt werde.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von 24auto.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Dass die Kritik an Tesla FSD-System nicht unbegründet ist, beweisen die zahlreichen Unfälle. Entsprechend untersucht auch die US-Verkehrsbehörde NHTSA einen Zusammenhang. In Deutschland musste der US-Hersteller einer Kundin sogar Geld zurückerstatten, da ein Gericht die Software für zu gefährlich hielt.

Rubriklistenbild: © Tesla

Kommentare