Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk

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Die Schulsozialarbeit an der Astrid-Lindgren-Schule kann dank einer großzügigen Spende weitergehen: Der derzeit amtierende Rotary-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Krawietz, „Pro Arbeit“-Geschäftsführerin Claudia Georgii, Diplom-Sozialpädagogin Ines Amann, Past-Präsident Dr. Peter Gratzke und Vorsitzende Inge Ilgenfritz (von links) bei der Scheckübergabe in der Geschäftsstelledes Vereins.

Rosenheim - An der Astrid-Lindgren-Schule ist die Freude groß: Der Rotary Club spendete 20.000 Euro für die Jugendsozialarbeit.

Es ist gewissermaßen ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, mit dem der Rotary Club Rosenheim die Jugendsozialarbeit an der Astrid-Lindgren-Schule für die nächsten zwei Jahre finanziell auf sichere Beine stellt. Die „Gewinner“ sind dabei in erster Linie die Mädchen und Buben der Grundschule an der Innsbrucker Straße. Aber auch Diplom-Sozialpädagogin Ines Amann stand die Freude über den 20.000-Euro-Scheck, den Rotary-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Krawietz und sein Vorgänger im Amt, Dr. Peter Gratzke, bei ihrem Besuch in der Geschäftsstelle von „Pro Arbeit“ überreichten, deutlich ins Gesicht geschrieben. „Ich bin sehr froh, dass es weitergehen kann.“, zeigte sich die Sozialpädagogin erleichtert, die sich dort seit sechs Jahren in der Schulsozialarbeit engagiert. Denn nach dem Auslaufen des Sponsorings durch die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling stand das Projekt, von dem nicht nur Schüler und Lehrer sondern auch die Eltern profitieren, zwischenzeitlich auf der Kippe.

Gewaltfreie Kommunikation, die Stärkung der Klassengemeinschaft und die Förderung von Kooperation und Sozialkompetenzen sind nur einige der Themenbereiche, die Amann je nach Bedarf in Klassenprojekten außerhalb des Unterrichtsgeschehens aufgreift. Dazu kommen vertrauliche Einzelgespräche und Krisenintervention, wobei ihrer Erfahrung nach das Konfliktpotenzial während der Vorweihnachtszeit spürbar ansteige. Denn gerade im Advent würden die Kinder von allen Seiten mit Bildern einer heilen Welt konfrontiert, die teils im krassen Widerspruch zum eigenen Lebensumfeld stehe. Auch müsse sie immer wieder beobachten, dass Kinder ohne Frühstück oder im Winter ohne Socken zum Unterricht kämen; so dürften, schilderte Amann die Situation, manche Schüler, daheim morgens kein Licht anschalten, um die Eltern nicht zu wecken.

Schulsozialarbeit als Jugendhilfe vor Ort, als notwendige Ergänzung zur pädagogischen Arbeit der Lehrer und als wertvoller Beitrag zu einem guten, gesunden Schulklima gewinne deshalb zunehmend an Bedeutung und könne gar nicht früh genug ansetzen, hiervon sind auch die beiden Mediziner Krawietz und Gratzke überzeugt. Der knapp 80 Mitglieder zählende Rotary Club Rosenheim versteht sich in seinem Engagement zugunsten der heranwachsenden Generation aber nicht nur als reiner Geldgeber: Anfang kommenden Jahres wird Ines Amann bei einer der regelmäßigen Club-Zusammenkünfte ihre Arbeit an der Astrid-Lindgren-Schule einem größeren Kreis vorstellen; eine ähnliche Präsentation war vor einigen Monaten auf lebhaftes Interesse bei den Zuhörern gestoßen und hatte gleich mehrere Unternehmer und Vereinigungen spontan dazu bewogen, „Pro Arbeit“ finanziell zu unterstützen.

Pressemitteilung Pro Arbeit e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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