Bergsteiger stürzt 30 Meter in die Tiefe!

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Ein Bild von der Rettungsaktion.

Bad Reichenhall - Am Donnerstag stürzte ein 76-jähriger Bergsteiger aus Edling etwa 30 Meter in die Tiefe. Er wurde schwer verletzt, doch er hatte auch Glück. *Neue Bilder*

Am 11. September, gegen 11 Uhr stürzte ein 76-jähriger Bergsteiger aus Edling bei Wasserburg in etwa 1400 Meter Seehöhe auf dem Hochstaufen etwa 30 Meter in eine Geröllrinne und verletzte sich dabei schwer am Kopf. Der Mann hatte Glück im Unglück, da zufällig sechs Soldaten vom Hochgebirgsjägerzug, die ebenfalls auf dem Steinernen Jager unterwegs waren, den Absturz beobachteten und erste Hilfe leisten konnten.

Die Soldaten setzten sofort einen Notruf ab, retteten den Schwerverletzten aus der Geröllrinne und versorgten die Kopfwunde. Auch eine Begleiterin des Mannes kümmerte sich mit um den Verletzten, bis der Bergwachtarzt eingetroffen war. Wegen der schlechten Sicht konnte zunächst der Rettungshubschrauber nur den Arzt und einen Bergretter in der Nähe der Absturzstelle absetzen. Da die Hubschrauberbergung fraglich war, wurde gleichzeitig mit dem Hubschraubereinsatz eine Bergungsmannschaft zu Fuß in Richtung Absturzstelle in Bewegung gesetzt, um den Verletzten nötigenfalls auch terrestrisch bergen zu können. Auch ein zweiter Hubschrauber der Polizei wurde noch nachgefordert, der bei den Mannschaftstransporten unterstützen sollte.

Glücklicherweise öffnete sich die Wolkendecke dann für kurze Zeit, so dass der schwerverletzte Mann schließlich doch noch mit dem Hubschrauber geborgen werden konnte. Er wurde mit dem Bergetau zum Hubschrauberlandeplatz in der Hochstaufenkaserne gebracht und von dort, nach nochmaliger kurzer Versorgung, im Hubschrauber in das Krankenhaus Traunstein verbracht. Die Hubschrauber konnten noch zwei Bergwachtler ins Tal fliegen, der Rest der Mannschaft musste zu Fuß absteigen, da sich die Wolkendecke wieder geschlossen hatte.

Der Bergungseinsatz dauerte etwa vier Stunden und außer den beiden Hubschrauberbesatzungen von Polizei und Rotem Kreuz waren noch etwa 15 Bergretter der Bereitschaften Freilassing, Anger/Teisendorf und Bad Reichenhall, sowie ein Polizeibergführer im Einsatz.

Rettungsaktion nach Absturz eines Bergsteigers

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Quelle: BGland24.de

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