A8 und A93 für Gigaliner freigegeben

Landkreis - Der Bundesverkehrsminister hat im Rahmen des Feldversuchs die A8 und die A93 für die Gigaliner freigegeben. Angelika Graf befürchtet eine Belastung für die Bürger.

„Der Widerstand gegen die überlangen Lkw in den betroffenen Bundesländern ist absolut berechtigt“, so die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) zu dem von der Bundesregierung initiierten Feldversuch der sogenannten „Gigaliner“.

Sie verstehe die Sorgen der Bürger, die sich vor allem auf die Verkehrssicherheit und die erheblichen Folgekosten dieser Fahrzeuge beziehen. Graf sieht das schwerwiegendste Problem darin, dass die Verkehrsinfrastruktur nicht auf die „Gigaliner“ ausgelegt ist. Durch die schweren Laster sinke die Lebensdauer von Straßen und Brücken, während das Unfallrisiko zunehme. Zudem befürchtet die SPD-Abgeordnete eine Rückverlagerung des Güterverkehrs von den Schienen auf die Straße. Dies sei sowohl aus ökonomischer als auch ökologischer Sicht falsch.

Im Rahmen des Feldversuchs habe der Bundesverkehrsminister per Verordnung auch die A8 sowie der Inntalautobahn (A93) für Gigaliner freigegeben, berichtet Graf. „Was das auch an zusätzlichem Lärm bedeutet, halte ich nicht für absehbar. Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Feldversuch nur der erste Schritt hin zu einer Freigabe des gesamten Streckennetzes für die Gigaliner ist. Dadurch würden die Bürger nicht ent- sondern belastet“, so Graf. Die SPD-Bundestagsfraktion klage daher zusammen mit den Grünen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Feldversuch, zumal der Bundesverkehrsminister das Parlament eigenmächtig umgangen habe.

Pressemitteilung Bürgerbüro Angelika Graf

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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