Bahn- und A94-Ausbau: Ja oder nein?

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Bayern - Das Bundesverkehrsministerium nimmt Stellung zur Initiative mehrerer Politiker aus der Region. Thema: der Ausbau der A94 und einer Münchner Bahnstrecke.

Mehrere Mandatsträger der Region, darunter Bürgermeister, Landräte und Abgeordnete von Bundes- und Landtag, haben sich parteiübergreifend unter Federführung der beiden Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch (SPD) und Reserl Sem (CSU) an das Bundesverkehrsministerium gewandt. Der Grund: Sie wollen die Umsetzung der A 94 München–Pocking sowie die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München–Mühldorf–Freilassing (ABS 38) vorantreiben. Diese beiden Infrastruktur-Sorgenkinder sind für die Wirtschaft in ganz Bayern und auch Deutschland von besonderer Bedeutung.

Bis zu 80 Millionen Euro werden benötigt

Wie wichtig der Einsatz der Politiker ist, zeigt das Antwortschreiben aus dem Verkehrsministerium – denn die Finanzierung für die gesamte Bahnstrecke ist noch nicht final gesichert. Staatssekretärin Bär schreibt, dass der weitere Ausbau kein Bezugsfall ist und erst nochmals geprüft werden soll – dabei geht es um vier Varianten, die geprüft werden. Es ist auch noch nicht geklärt, welche Abschnitte, wann geplant werden sollen.

Für die weiteren Schritte sind bis zu 80 Millionen Euro nötig. Die beiden Abgeordneten halten eine Mitfinanzierung durch die EU für möglich, denn die Strecke München–Mühldorf–Salzburg ist Teil des Rhein-Donau-Korridors der EU, der unter anderem Paris, Straßburg, München, Wien und Budapest verbinden soll. Vor wenigen Tagen hat die EU-Kommission bekanntgegeben, dass aus dem neuen EU-Verkehrsförderprogramm „Connecting Europe“ in einer ersten Tranche fast 12 Milliarden Euro von insgesamt 26 Milliarden Euro bis 2020 für europäische Verkehrsprojekte zur Verfügung stehen werden. Knoblauch und Sem fordern nun eine Einreichung des Projekts ABS 38 bei der EU-Kommission.

Bezüglich des Bahnausbaus, müssen wir am Ball bleiben

Erfreulich sei die Aussage zur A 94, finden Knoblauch und Sem, insbesondere wegen der angestrebten Wiederaufnahme der Bereiche östlich von Marktl in den Bundesverkehrswegeplan. Die beiden sind sich einig: „Für die A 94 haben wir jahrelang unermüdlich gekämpft und kämpfen weiter. Was den Bahnausbau angeht, so müssen wir ebenso am Ball bleiben, denn sonst vergehen Jahre bis die Strecke vollständig ausgebaut ist.“

Pressemitteilung Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch und Reserl Sem

Quelle: rosenheim24.de

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