Achtjährige bekennt: "Tanz ist mein Leben"

Rosenheim – Vier Tage lang wurde die Garborhalle zum Showplatz für unterschiedlichste Tanzdarbietungen. Weit über 1000 Tänzer aus ganz Europa nahmen an den „A.S.D.U European Championships“ teil und kämpften um den Sieg.

Die Austrian Show-Dance-Union (A.S.D.U) gibt es seit über zehn Jahren. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Österreich hat sich die Förderung und Pflege des Musical- und Showtanzes nach sportlichen Regeln zur Aufgabe gemacht. In diesem Jahr fand der europäische Wettbewerb zum ersten Mal in Deutschland statt. Aus Austragungsort wurde die Gaborhalle gewählt. Zuständig für die Organisation und Durchfahrung war neben der A.S.D.U der Hip-Hop-Tänzer Patrick Grigo.

Am Donnerstag trafen in den frühen Morgenstunden bereits die ersten Teilnehmer bei der Gaborhalle ein. Beim Wettbewerb mitmachen durften bereits Kinder ab sechs Jahren. Viele kamen zusammen mit ihren Eltern - die waren meist ebenso aufgeregt wie ihr Nachwuchs.

Vor dem Gang zur Bühne verbrachten die Teilnehmer in einem Zelt viel Zeit damit, sich für ihren Auftritt zurechtzumachen. Fantasievolle Kostüme kamen ebenso zum Einsatz wie professionelle Schminktechniken.

Alisa, Victoria und Sandra traten als "Fliegenpilze" auf. Die achtjährigen Mädchen kamen aus Augsburg und konnten es gar nicht erwarten, vor großem Publikum aufzutreten. "Tanzen ist mein Leben", meinte Alisa selbstbewusst. Sie tanzt seit ihrem dritten Lebensjahr.

Der Erfolg der Augsburger Mädchen-Tanzgruppe kann sich sehen lassen. Sie konnte bereits einige Titel für sich verbuchen und machte bereist bei der Fernsehshow "Supertalent" mit Dieter Bohlen mit. "Da sind wir allerdings nicht sehr weit gekommen", gab Alisa zu. Doch beim Rosenheimer Wettbewerb rechnete sie sich gute Chancen auf einen Sieg aus: "Die Teilnehmer sind zwar alle gut, aber wir sind eindeutig besser."

Wer bei den "European Championships" mitmachen darf, muss schon auf nationaler Ebene überzeugt haben. Darum hatte das, was die über 2000 Besucher auf der Bühne zu sehen bekamen, kaum noch etwas mit Hobby zu tun.

Professionell und routiniert gaben sich die Teilnehmer bei ihren Auftritten. Über 300 verschiedene Darbietungen aus den unterschiedlichsten Kategorien gab es zu bewundern. Bewertet wurden die Tänze von einer neunköpfigen Jury.

Wer am Schluss zu den Siegern zählt, hat auch Chancen auf ein Stipendium an einer der europäischen Tanzschulen. Um dieses Ziel zu erreichen, trainieren viele hart. So auch die 14-jährige Österreicherin Carina, die zusammen mit anderen Mädchen als "Katzenfrau" auftrat. "Vor so einem großen Auftritt üben wir auch noch an den Wochenenden", erzählte das Mädchen. Doch der Aufwand lohne sich: "Wenn ich merke, dass den Zuschauern meine Vorführung gefällt, weiß ich: Das Training hat sich gelohnt."

So sah das auch eine 21-jährige Italienerin. "Mit dem Tanz kann man alle Emotionen ausdrücken. Für mich ist das der schönste Sport der Welt", schwärmte die junge Frau. Ihr Ziel: "Ich will unbedingt als professionelle Tänzerin arbeiten und auf den großen Bühnen der Welt bejubelt werden", erzählte sie.

Auf der Bühne zeigte sie in einem farbenprächtigen Kostüm einen Solotanz. Zu den Siegern zählte sie am Schluss nicht. Doch an ihrem Traum hält sie trotzdem weiter fest.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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