Am Fortbildungsinstitut in Ainring wird bereits geübt

Polizeinotruf "110" funktioniert bald mit neuer Technik

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Bei der offiziellen Übergabe der neuen SKS-Technik im Speziallehrsaal „Trainingszentrum Einsatzzentrale“ beim BPFI (von links): Polizeidirektor Hans Girschick (stellvertretender Institutsleiter), Polizeidirektor Gerhard Holzinger (Fachbereichsleiter BFPI), Isabell Jenkner (LIT), Sachgebietsleiter Anton Beierweck (LIT) und Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner.

Ainring - Hinter der Notrufnummer „110“ verbirgt sich bei der Bayerischen Polizei künftig eine neue Technik. Das so genannte Sprachkommunikationssystem (SKS) integriert den Notruf, die Telefonie und den Digitalfunk in einem System mit einheitlicher Bedienoberfläche

Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) ist als zentrale Schulungseinrichtung seit kurzem mit dem neuen System ausgestattet


Damit können alle bayerischen Kollegen schon jetzt darauf geschult werden und sind fit, wenn ihre Einsatzzentralen damit ausgerüstet werden. Im Rahmen einer kleinen internen Feierstunde übergab das für das SKS zuständige Sachgebiet „Landesweite IT-Verfahren“ (LIT), welches am Polizeipräsidium Oberbayern Süd angesiedelt ist, dem BFPI im „Trainingszentrum Einsatzzentrale“ offiziell das SKS

Hoch technitisierter Speziallehrsaal

Mit dem Trainingszentrum erhielt das BPFI vor rund vier Jahren einen hoch technisierten und aufwändigen 22 Meter langen Speziallehrsaal mit 14 Arbeitsplätzen


Allein 56 Bildschirme und sechs Beamer sowie rund fünf Kilometer Kabel sind verbaut worden. Die neue SKS-Technik ist ein wichtiger Schritt in der technischen Weiterentwicklung dieses hochwertigen Speziallehrsaals im Sinne der praxisnahen Fortbildung. 

Hier bereiten sich Polizisten aus ganz Bayern auf die wichtige Aufgabe in der Einsatzzentrale (EZ) vor. Dabei handelt es sich um eine wichtige Schlüsselfunktion

In der EZ laufen die Notrufe der zum Teil verzweifelten Bürger ein. Hier hat der Polizist Ruhe und einen kühlen Kopf zu bewahren und in kürzester Zeit viele wichtige Entscheidungen zu treffen. Daten müssen rasch zielgerichtet erfasst, Informationen und Aufträge korrekt gesteuert werden. Pro Tag gehen in einer Einsatzzentrale der Bayerischen Polizei bis zu 1000 Notrufe ein

Von der Ausschreibung bis zum Beginn

Das Polizeipräsidium Mittelfranken testete die SKS-Technik als Pilotprojekt

Die Gesamtverantwortung für dieses bayernweite Vorhaben legte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integrationin die Hände des Sachgebiets LIT. Sachgebietsleiter Anton Beierweck schilderte am BPFI den Werdegang von der europaweiten Ausschreibung im Jahr 2010, der ersten Erprobung beim G7-Gipfel im Jahr 2015 in Garmisch-Partenkirchen bis zur weiteren Testphase und zum jetzigen Beginn des bayernweiten „Rollout“

Das BPFI ist mit der technischen Umrüstung und dem Schulungskonzept für die Fortbildung ganz vorne mit dabei und verfügt künftig für die Schulungszwecke über eine eigene Notrufleitung. „Die Kollegen können froh sein über eine solche Schulungsanlage“, so Anton Beierweck. Er nannte es ein „Vorzeigeprojekt“. 

Im Vorfeld waren die Herstellerfirma und die Mitarbeiter des Sachgebiets LIT wochenlang am BPFI beschäftigt. Das BPFI selbst leistete zum Beispiel Handwerkerarbeiten und musste einen eigenen Serverraum einrichten.

Für den Anrufer ändert sich mit der neuen SKS-Technik am anderen Ende der Leitung nichts. Gewohnt professionell ist die Bayerische Polizei auch in Zukunft unter der „110“ rund um die Uhr erreichbar.

Pressemeldung des Fortbildungsinstituts der Bayerischen Polizei

Quelle: BGland24.de

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