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Bundesliga

„Alle großen Ziele möglich“: Mané unterschreibt bei Bayern

Stürmer Sadio Mané
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Liverpools Sadio Mane winkt während des Fußballspiels.

Der prestigeträchtige Transfercoup ist perfekt: Der FC Bayern dokumentiert mit Liverpool-Weltstar Sadio Mané seine großen Ambitionen in Europa. Der Offensivspieler soll für Spektakel, Tore und Titel sorgen. Spannend bleibt die Lewandowski-Frage.

München - Lächelnd hielt Sadio Mané vor dem Münchner Stadtpanorama das Bayern-Trikot in die Höhe, voller Stolz schwärmten die Club-Bosse über einen „Weltstar“ und „Strahlkraft“. Mit dem Spektakelfußballer, der am Mittwoch einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2025 unterschrieb, dokumentiert der deutsche Serienchampion seine großen Ambitionen auf einen neuen Champions-League-Triumph. „Ich will mit diesem Verein viel erreichen, auch international“, erklärte Mané. Die Verpflichtung des 30 Jahre alten Senegalesen vom FC Liverpool könnte auch für neue Bewegung in der kniffligen Personalie um Weltfußballer Robert Lewandowski sorgen, der die Bayern unbedingt verlassen will.

Nach zähen Ablöseverhandlungen mit dem FC Liverpool demonstrieren die Münchner mit der Verpflichtung von Torjäger Mané Stärke auf dem Transfermarkt. „Wir freuen uns natürlich riesig, dass wir mit Sadio Mané einen absoluten Weltklassestürmer bis 2025 drei Jahre für uns gewinnen konnten“, stellte Vorstandschef Oliver Kahn zufrieden fest. „Mit Spielern wie ihm sind beim FC Bayern alle großen Ziele möglich.“

Der Transfer des „internationalen Top-Stars“ Mané hatte für die Münchner und ganz besonders für Chef-Kaderplaner Salihamidzic höchste Priorität. Der Sportvorstand verhandelte über Wochen intensiv mit dem Spitzenclub von Trainer Jürgen Klopp. Dem Vernehmen nach überweisen die Münchner 32 Millionen Euro als Ablösesumme nach Liverpool. Der Betrag könnte durch gewisse Zusatzleistungen auf 41 Millionen ansteigen.

„Seine spielerische Qualität verbunden mit der unfassbaren Mentalität wird unserer Mannschaft etwas Neues geben“, sagte Salihamidzic. „Der Spieler hat von der ersten Minute dafür gebrannt, nur für den FC Bayern spielen zu wollen. Er ist für unseren Trainer ein Spieler, der für sein Spiel perfekt ist.“ Julian Nagelsmann hat nun eine exquisite Auswahl an offensiven Ausnahmekönnern.

Die Bayern treiben mit Vehemenz die Personalplanungen für das Ensemble voran, das in der neuen Saison Meistertitel Nummer elf am Stück gewinnen soll. Dazu streben die Münchner ein besseres Abschneiden in der Königsklasse an, in der zuletzt zweimal das Viertelfinale die zeitige Endstation war. Mané will nach 2019 wieder die Champions League gewinnen.

„Es ist die richtige Zeit und der richtige Verein mit dem richtigen Coach. Ich habe nicht zweimal nachgedacht“, sagte Mané. Auf den ersten Bildern mit Bayern-Trikot war noch keine Rückennummer zu sehen - dort stand eine 2025, das Ende seiner Vertragslaufzeit. Die Nummern mit dem größten Prestige sind bei den Bayern aktuell alle vergeben.

Der Vollzug könnte neue Bewegung in die Personalie Lewandowski (33) bringen. Der Weltfußballer will den FC Bayern unbedingt ein Jahr vor Vertragsablauf verlassen. Das Wunschziel des polnischen Torjägers ist der FC Barcelona. Bislang steht noch die Aussage der Bayern-Führung um Vorstandschef Kahn, den Weltfußballer in diesem Sommer nicht ziehen zu lassen. Diese Aussage bekräftigte auch Sportvorstand Salihamidzic rund um den Mané-Transfer. Ob ein Angebot aus Barcelona von 50 Millionen oder mehr da zu einem Umdenken führt?

Offen ist auch die weitere Zukunft von Serge Gnabry (26). Der Vertrag des Nationalspielers läuft ebenfalls im kommenden Sommer aus. Es spricht einiges dafür, dass noch ein Offensivstar die Münchner verlässt. Denn neben Mané, Gnabry und Lewandowski ist das Ensemble auch durch Thomas Müller (32), Leroy Sané (26), Kingsley Coman (26) oder Jamal Musiala (19) herausragend besetzt.

Die Bundesliga darf sich nach dem Abgang von BVB-Star Erling Haaland zu Manchester City in jedem Fall über einen internationalen Topfußballer als neuer Attraktion freuen. „Sadio Mané ist ein Weltstar, der die Strahlkraft des FC Bayern unterstreicht und die Attraktivität der gesamten Bundesliga erhöht. Für solche einzigartigen Fußballer kommen die Fans in die Stadien“, sagte Präsident Herbert Hainer.

Mané ist nach der Verpflichtung von Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui (24/Vertrag bis 2026) und Mittelfeldspieler Ryan Gravenberch (20/2027) jeweils von Ajax Amsterdam der dritte Zugang in diesem Sommer.

Der bisherige Vertrag von Mané in Liverpool lief am 30. Juni 2023 aus. Der Champions-League-Finalist peilte anfangs eine Ablösesumme von 42,5 Millionen Pfund, umgerechnet knapp 50 Millionen Euro, an. Die Bayern hatte sich frühzeitig mit dem Angreifer und dessen Management auf ein Engagement geeinigt. Liverpool hatte 2016 umgerechnet knapp 40 Millionen Euro an den FC Southampton gezahlt. Mané absolvierte für die Reds insgesamt 269 Pflichtspiele und erzielte dabei 120 Tore. Zuvor hatte er beim FC Metz und bei RB Salzburg gespielt.

Mané ist Rekordtorschütze seines Landes. Mit Liverpool gewann er 2019 die Champions League. 2020 wurde er mit dem Team englischer Meister. Der Verein hatte mit dem Millionen-Transfer von Stürmer Darwin Nunez von Benfica Lissabon bereits einen Ersatz für Mané verpflichtet. dpa

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