Alpenverein will mehr mitreden

München - Der Deutsche Alpenverein will sich bei der Erschließung der Alpen künftig mehr einmischen. Der Verband beschloss auf einer Versammlung am Wochenende in Würzburg ein stärkeres Engagement bei der Raumordnung.

“Da wollen wir eine Schwerpunkt setzen: Energieerschließung, Windkraft, Wasserkraft - und natürlich die Neuerschließung oder Erweiterung von Skigebieten“, sagte Hauptgeschäftsführer Thomas Urban am Montag. “Wir wollen uns einsetzen, diesen einzigartigen Naturraum Alpen zu bewahren.“

Zudem legte der Alpenverein in seinen Zielen für die nächsten vier Jahre eine Klimastrategie fest. “Der Klimawandel im Alpenraum ist jetzt schon dramatisch spürbar.“ Der DAV habe dabei zwei Aufgaben: Zum einen gehe es um die Anpassung des Bergsports. Eistouren etwa würden immer gefährlicher und seien teilweise nicht mehr möglich. Zum anderen wolle der DAV “den CO2-Fußabdruck, den der Alpenverein und seine Mitglieder hinterlassen, reduzieren“, zum Beispiel durch umweltfreundliche Anreise oder umweltfreundliche Energiequellen in den Hütten.

Die Realisierung der neuen Ziele soll in den nächsten vier Jahren 14,5 Millionen Euro kosten. Dafür müssen die 355 Sektionen höhere Beiträge an den Dachverband abführen - teils könnte das auch bei den Mitgliederbeiträgen spürbar werden. Der DAV hatte diese Planung bereits auf seiner Hauptversammlung Ende Oktober 2011 in Heilbronn beschlossen, die Abstimmung wegen möglicher formaler Fehler jedoch vorsorglich wiederholt.

dpa

Rubriklistenbild: © obs/Schweiz Tourismus

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