Drei schwere Unfälle in gut zwei Wochen

Unfälle auf B299: Maßnahmen kurzfristig möglich

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Altötting - Vier Unfälle in zwei Monaten, drei davon in den letzten zweieinhalb Wochen. Die Verkehrsplaner wollen die B299 sicherer machen - auch mit kurzfristigen Maßnahmen.

Die B299 bei Altötting erlebt gerade eine traurige Unfallhäufung: Am Sonntag vor einer Woche ereignete sich beim Knotenpunkt von Mühldorfer Straße und B299 ein schrecklicher Unfall. Ein Mann verstarb noch an der Unfallstelle, wenige Tage danach erlag ein weiterer Unfallbeteiligter seinen Verletzung. Vor zweieinhalb Wochen hatte sich an dem Knotenpunkt ebenfalls ein Unfall ereignet, Anfang Dezember war es zu einem weiteren Zusammenstoß zweier Autos gekommen. Am vergangenen Sonntag ereignete sich nun der vierte Unfall auf der B299 bei Altötting innerhalb von rund zwei Monaten und der dritte Unfall in diesem Jahr. Vier Menschen wurden bei dem jüngsten Unfall schwer verletzt.

Unfallursache Kreislaufprobleme?

Wie bereits berichtet, war die Unfallursache dieses Mal wohl eine andere als bei den vorangegangenen Unfällen. Nach Angaben der Altöttinger Polizei ist ein 22-jähriger Fiat-Fahrer auf die Gegenspur geraten, nachdem ihm - nach eigener Aussage - schwarz vor Augen geworden war. Zudem ereignete sich dieser Unfall nicht an dem Knotenpunkt selbst. Ganz anders die drei vorherigen Unfälle: Jedes Mal hatte ein Fahrer einem anderen die Vorfahrt genommen und so einen Unfall verursacht. Genau diese Unfälle sollen künftig verhindert werden. Die Unfallkommission des Landkreises wird nun zeitnah darüber beraten, mit welchen Maßnahmen der Knotenpunkt sicherer gemacht werden könnte.

Das können die Planer jetzt tun:

Wie Bauoberrat Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein gegenüber unserer Redaktion erklärte, könnten einige Maßnahmen relativ kurzfristig umgesetzt werden. Maßnahmen im verkehrsrechtlichen Bereich (also beispielsweise eine zusätzliche Beschilderung) sind nicht sehr aufwendig und könnten schnell realisiert werden.

Eine Übersicht der möglichen Maßnahmen inklusive einer Expertenbewertung finden Sie hier.

Große bauliche Veränderungen sind aber ebenfalls im Gespräch. Ein Kreisverkehr oder eine zusätzliche Rampe kann aber freilich nicht von heute auf morgen gebaut, eine Ampelanlage nicht von jetzt auf gleich installiert werden. Bei baulichen Maßnahmen gehe es auch um Rechtsfragen, so Maltan. Kurzum: keine bauliche Maßnahme ohne Baugenehmigung.

Möglich ist deshalb, dass die Verkehrsplaner zweigleisig fahren und zunächst verkehrsrechtliche Maßnahmen ergreifen - "wenn die Notwendigkeit für verkehrsrechtliche Maßnahmen besteht", so Maltan. Die Planer könnten anschließend den Erfolg dieser Maßnahmen bewerten und gegebenenfalls bauliche Maßnahmen folgen lassen.

Warnblitzer keine Option

Die kurzfristige Installation eines Warnblitzers – ein von Baustellen bekanntes Blinklicht, das die Autofahrer, die von der Mühldorfer Straße links in die B299 einbiegen wollen, auf die Abbiegesituation aufmerksam macht – hält Maltan indes nicht für sinnvoll. "Das hätte nur einen ganz kurzfristigen Erfolg. Ich wüsste nicht, wie man damit das Linksabbiegen sicherer machen kann." Maltan befürchtet, dass ein solches Blinklicht einen Autofahrer nur anfangs wirklich bewusst auffällt. Die Autofahrer würden sich an das Blinklicht schlicht gewöhnen und es letztlich wohl gar nicht mehr beachten.

Der Knotenpunkt von Mühldorfer Straße und B299 ist zwar eine Unfallhäufungsstelle, verglichen mit anderen Unfallschwerpunkten in der Region gibt es dort aber vergleichsweise wenige Unfälle. "Wir haben mehrere Unfallhäufungsstellen. Von der Reihenfolge her reiht sich diese Unfallhäufungsstelle eher hinten ein", so Maltan.

Der Unfall vom vergangenen Sonntag:

Erneut schwerer Unfall auf der B299

Bilder vom schweren Unfall auf der B299 am Sonntag

Archiv: Der Unfall von Sonntag, 25. Januar

Rettungseinsatz auf der B299

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © timebreak21

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