Dramatischer Krankheitsverlauf 

Mädchen (2) aus Raum Altötting stirbt an EHEC-Infektion 

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Altötting/München - Ein zweijähriges Mädchen aus dem Landkreis Altötting ist am 1. Juni in einem Münchner Klinikum nach einer EHEC-Infektion verstorben. 

Wie heimatzeitung.de berichtet, verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Kleinkindes innerhalb weniger Tage extrem. Zwei Tage nach den ersten Krankheitserscheinungen wurde sie in der Kreisklinik Altötting aufgenommen und noch am selben Tag aber nach München verlegt. Dort konnte sie aber nicht mehr gerettet werden. 

Das Gesundheitsamt Altötting bestätigte den tragischen Fall gegenüber heimatzeitung.de. Auch die Schwester der Verstorbenen wurde mit Symptomen einer Magen-Darm-Infektion behandelt, ihr Gesundheitszustand sei mittlerweile aber glücklicherweise wieder stabil.

Was ist EHEC - und wie wird man angesteckt?

EHEC bedeutet "enterohämorrhagische Escherichia coli". Es handelt sich um Bakterien, die sich im Darm von Wiederkäuern (Rindern, Schafe, Ziegen etc.) befinden. 

Werden diese Keime auf Menschen übertragen, können sie Durchfallerkrankungen auslösen. Oftmals nehmen diese Infektionen einen relativ milden Verlauf, können aber auch zu blutenden Darmentzündungen oder - im schlimmsten Fall - zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolytisch-Urämisches-Syndrom) sowie einem Nierenversagen führen. 

Die Bakterien werden mit dem Kot der Wiederkäuer ausgeschieden. Am Fell der Tiere können sich Kotspuren befinden, so ist etwa eine Übertragung durch das Streicheln des Fells möglich, wenn anschließend die Hände den Mund berühren. Ebenso gibt es ein Ansteckungsrisiko für Kinder, wenn sie auf Wiesen spielen, auf denen auch Rinder gehalten werden. Entscheidend ist auf die Händehygiene zu achten. 

Möglich sind aber auch Übertragungen durch roh verzehrte oder zu unzureichend erhitzte Lebensmittel (Rohmilch, Rinderhackfleisch, Teewurst etc.) oder durch verunreinigtes Wasser, etwa beim Baden in mit Fäkalien verschmutzten Gewässer. 

Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist über eine Schmierinfektion möglich, also über kleinste Spuren im Kot, sofern diese in den Mundraum gelangen. 

Mehr Informationen finden Sie hier auf infektionsschutz.de

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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