"Altstadt-Ost": Sanierung geht stetig voran

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Rosenheim - Es tut sich städtebaulich etwas in der Stadt. Nun stellten Stadtplaner und Quartiersmanagement im Rahmen der Sanierung der "Altstadt-Ost" das „Gestaltungskonzept Innstraße“ vor.

Neben den städtebaulichen Schwerpunktprojekten wie Bahnhofsareal, BayWa-Wiese, Ludwigsplatz, Salzstadel und Mühlbachbogen wird auch an anderen, nicht so spektakulären Großprojekten gearbeitet. Das Sanierungsgebiet „Altstadt-Ost“ und die Erarbeitung eines „Gestaltungskonzeptes Innstraße“ gehören dazu, mit dem Ziel, auch „Qualitäten aus der zweiten Reihe“ zu entdecken und vorhandene Kleinode ohne größeren finanziellen Aufwand attraktiv zu gestalten.

Die Innstraße ist seit alters her eine wichtige Erschließungsstraße zwischen dem Fluss mit seiner Innschifffahrt und dem prosperierenden Handelsplatz und Markt Rosenheim. Heute nimmt die Innstraße die Verkehre aus dem östlichen Landkreis mit Ziel Stadtmitte auf und bündelt, beziehungsweise „kanalisiert“ sie weitgehendst in Richtung Innenstadt.

Die historische Entwicklung der Stadt brachte es mit sich, dass die Innstraße eine ziemlich inhomogene Baustruktur aufweist, die von baulicher Vielschichtigkeit und stark unterschiedlicher Nutzung der dortigen Gebäude und Plätze geprägt ist.

Diese unterschiedliche Baustruktur und Nutzung bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Aber leider sind aus heutiger Sicht auch zahlreiche Mängel erkennbar, die von den Eigentümern, Anwohner und Geschäftsleuten in der Innstraße in Zusammenarbeit mit der Stadtplanung und dem Quartiersmanagement der Altstadt-Ost Handlungsbedarf signalisieren. Die bei gemeinsamen Begehungen erkannten Mängel sowie mögliche Gestaltungswünsche, Anregungen und Verbesserungen wurden dokumentiert und von den Stadtplanern im „Gestaltungskonzept Innstraße“ zusammengefasst.

Robin Nolasco, Leiter des Stadtplanungsamtes, stellte jetzt im kleinen Rathaussaal dieses Konzept den Eigentümern, Anwohnern und Geschäftsleuten, den „Nutzer-Experten“, vor. Das unverbindliche Konzept – derzeit sind keine konkreten Baumaßnahmen seitens der Stadtpanung vorgesehen – gliedert den innerstädtischen Straßenabschnitt der Innstraße zwischen Ludwigsplatz und Schönfeldtraße in drei Teilbereiche, die sich nicht nur hinsichtlich ihrer Baustruktur und Nutzung, sondern auch vom Verkehrsaufkommen her stark unterscheiden und die Wohnqualität unterschiedlich beeinflussen.

Der Abschnitt A vom Ludwigsplatz bis zur Spitalstraße stellt sich als ein schmaler Flaschenhals dar, durch den sich die Autos oft vor dem kleinen Kreisel zurückstauen. Durch entsprechende Gestaltung der Bürgersteige und einer Beleuchtung der Spitalkirche St. Josef sowie der Öffnung vorhandener, kleiner Freiflächen und Innenhöfe – so die Vorschläge – könnte dieses Straßenstück optisch aufgewertet und attraktiver gestaltet werden.

Im Teilbereich B von der Spitalstraße bis Am Innreit biete sich ebenfalls an, die kleinen, pittoresken Innenhöfe zwischen den schmucken Wohn- und Geschäftshäusern sichtbar zu machen. Die neu gestalteten Fassaden einzelner Bürgerhäuser setzen schon heute markante Zeichen. Ein besonderes Augenmerk gilt hier dem ehemaligen „Dinzler-Platz“, der zu einer gefälligen „Ruhe-Oase“ umfunktioniert werden könnte.

Der Teilabschnitt C von Am Innreit bis zur Schönfeldstraße könnte nach Vorstellung der Stadtplaner mit seinem großzügigen Straßenquerschnitt, günstigen Parkmöglichkeiten, ein breites Sortiment anbietenden Geschäften und gastronomischen Angeboten zu einem kleinen „Boulevard“ werden, der zum Bummeln und Shoppen einlädt.

Stadtplaner Nolasco versicherte, dass es nicht die Absicht der Stadt sei, in der Innstraße größere bauliche Maßnahmen durchzuführen, sondern Ziel des „Gestaltungskonzept Innstraße“ sei es, gemeinsam mit den Bürgern eine Vision zu entwickeln, die in kleinen Schritten hauptsächlich durch privates Engagement der dort lebenden und arbeitenden Bürger Realität werden soll.

Eine ganz konkrete Maßnahme wurde allerdings von den Bürgern bereits jetzt vorgeschlagen, nämlich die Innstaße stadteinwärts ab Schönfeldstraße so zurückzubauen, damit möglichst viel Verkehr, besonders Lastwagen, die nicht unbedingt Richtung Stadtmitte fahren müssen, über die Schönfeldstraße abgeleitet werden

je/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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