Pressegespräch der Bayernwerk AG im Ampfing

17 Millionen Euro für ein modernes Stromnetz

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Moderne Stromtrassen im Blick: Dr. Peter Streitle, Leiter Kommunen und Kooperationen bei der Bayernwerk AG Region Oberbayern, und seine Kollegen vom Netzcenter Ampfing investieren auch heuer wieder Millionenbeträge ins Stromnetz.
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Ampfing - Die Energiewende stellt die Bayernwerk AG noch immer vor große Herausforderungen. Alleine das Netzcenter Ampfing investiert heuer 17 Millionen Euro.

Die Bayernwerk AG, ehemals Eon Bayern AG, investiert bayernweit 380 Millionen Euro in das Stromnetz, allein im Zuständigkeitsgebiet des Netzcenters Ampfing fließen 17 Millionen Euro in die Strominfrastruktur. Zum einen müssen alte Leitungen erneuert werden, und auch die geplante Trasse der A94 macht Maßnahmen erforderlich. Zum anderen stellt aber auch die Energiewende die Bayernwerk AG weiter vor Herausforderungen.

Netz muss dezentralen Anlagen angepasst werden

Das Netzcenter Ampfing ist für Teile der Landkreise Mühldorf, Rosenheim, Traunstein und Ebersberg zuständig. In Ampfing und an den Nebenstellen in Ebersberg und Obing arbeiten 50 Mitarbeiter, hinzu kommen zehn für das Netzcenter Ampfing zuständige Bayernwerk-Mitarbeiter in Kolbermoor.

"Früher ist der Strom von A nach B geflossen. Heute fließt er mal von A nach B, mal von B nach A", erklärte Dr. Peter Streitle, Leiter Kommunen und Kooperationen der Bayernwerk AG Region Oberbayern, im Rahmen eines Pressegesprächs im Netzcenter Ampfing. Konkret heißt das: Während der Strom früher von großen Kraftwerken zu den Verbrauchern transportiert werden musste, sind viele Verbraucher heute selbst Stromerzeuger, etwa mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Stromleitungen waren darauf aber nicht ausgelegt. Dabei gilt es nicht nur kleine Anlagen auf Hausdächern, sondern auch große Anlagen, etwa an Autobahnen oder auf Freiflächen, ins Netz einzubinden. "Wir müssen das Netz so anpassen, dass man die dezentralen Anlagen anschließen kann", so Streitle.

240.000 Photovoltaik-Anlagen im Netz

Hans Jablonski, Leiter Netzdienste Oberbayern Süd, Matthias Urab, Netzbauleiter am Netzcenter Ampfing, und Dr. Peter Streitle, Leiter Kommunen und Kooperationen Region Oberbayern, (von links) informierten im Pressegespräch über die diesjährigen Investitionen der Bayernwerk AG in der Region.

Die Bayernwerk AG hat dabei schon einen relativ großen Teil des Weges hinter sich. Bereits jetzt sind Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung mit einer Leistung von rund 6900 Megawatt ans Netz angeschlossen, das entspricht in etwa der Leistung von sechs Kernkraftwerken. Der Netzbetreiber transportiert inzwischen zu rund 50 Prozent regenerativ erzeugten Strom, etwa 240.000 Photovoltaikanlagen speisen ins Netz ein. Die Zeiten großer Zuwächse scheinen allerdings vorbei zu sein. Während 2010 noch rund 50.000 neue Photovoltaikanlagen angeschlossen wurden, waren es 2013 nur noch 15.000 Anlagen. Dennoch muss die Bayernwerk AG weiter investieren, neue Erzeuger kommen schließlich weiterhin hinzu. "Wir müssen unser Netz kontinuierlich ausbauen", sagte Streitle.

700.000 Euro für das Umspannwerk Hörbering

Eine große Investition im Zuge der Energiewende tätigt die Bayernwerk AG in Neumarkt-St. Veit. Im Einzugsgebiet des derzeit im Bau befindlichen Umspannwerks Hörbering entstehen neue Leitungen. Außerdem werden alte Leitungen verstärkt und andere, nicht mehr benötigte Leitungen abgebaut. Alleine heuer steckt der Netzbetreiber 700.000 Euro in diese Maßnahme, die Gesamtinvestition beläuft sich auf 3 Millionen Euro. Im Endausbau, also voraussichtlich ab November dieses Jahres, führen 30 Kilometer Leitungen zum Umspannwerk Hörbering, 16 Kilometer davon verstärkt.

Dezentrale Anlagen sollen künftig rund 65 Megawatt Strom aus der Region um Neumarkt-St. Veit zum Umspannwerk transportieren. In Erwartung weiterer Anlagen in den kommenden Jahren wird das Umspannwerk vorsorglich mit gleich drei Netztransformatoren mit einer elektrischen Anschlussleistung von je 40 Megavoltampere ausgestattet.

Quelle: innsalzach24.de

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