Erdölförderung im Ampfinger Sandstein?

Erdöl in Ampfing: Bohrung zur Erkundung geplant

Ampfing - Das Unternehmen RAG treibt die Pläne für eine Erdölförderung im Ampfinger Sandstein weiter voran. Für 2015 ist eine Erkundungsbohrung geplant.

Die RAG Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft plant in enger Abstimmung mit der Gemeinde Ampfing 2015 eine Erkundungsbohrung im „Ampfinger Sandstein". Grund hierfür ist eine Studie, die das Unternehmen auf Basis alter Daten im Jahr 2008 erstellte und deren Ergebnisse bereits im Gemeinderat vorgestellt wurden. Demnach ist im ehemaligen Feld Ampfing mit hoher Wahrscheinlichkeit eine große Menge Erdöl verblieben – die RAG geht von einem Förderpotenzial in Höhe von ca. 560.000 Tonnen Erdöl aus. Mit ihrem Vorhaben knüpft die RAG an eine lange Tradition der Erdölförderung in Ampfing an: „Mehr als dreißig Jahre lang wurden in der Gemeinde insgesamt rund eine halbe Million Tonnen Rohöl gefördert. 1987 war dies nach damaligen Verhältnissen nicht mehr möglich. Heute können wir dank neuester Fördermethoden das verbleibende Vorkommen wirtschaftlich erschließen“, so Ernst Burgschwaiger, Projektleiter der RAG.

RAG schließt Fracking kategorisch aus

Die Nutzung heimischer Rohstoffe kann einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Importabhängigkeit leisten. Potenziell können in Ampfing rund 50.000 t Erdöl im Jahr gefördert werden. Damit könnte der heimische Anteil des für die industrielle Produktion benötigten Erdöls in Bayern von 1,3% auf 2,7% mehr als verdoppelt werden.

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Im engen Austausch mit den Anwohnern hat die RAG verschiedene mögliche Bohrlokationen im Raum Ampfing geprüft und nun einen optimalen Standort südlich von Ampfing gefunden. An dieser Stelle wird Mitte nächsten Jahres mit der Erkundungsbohrung begonnen. Führt diese zum Erfolg, wird das Unternehmen mit der Förderung des zu erschließenden Erdölvorkommens beginnen. Dabei arbeitet die RAG nach dem REEM-Prinzip, das den Fokus auf regionale Direktnutzung, effiziente Förderung, erneuerbare Energie-Nutzung sowie einen minimalen Eingriff in die Landschaft richtet. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten ist in Ampfing ausschließlich eine konventionelle Förderung sinnvoll – sogenanntes „Fracking“ kommt nicht zum Einsatz und wird von der RAG kategorisch ausgeschlossen.

RAG eröffnet Informationsbüro

Um die traditionell positive Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und Förderunternehmen in Ampfing fortzusetzen und um Teil der Gemeinde zu werden, wird die RAG ihren Unternehmenssitz für alle Aktivitäten in Bayern in Ampfing wählen. Jetzt eröffnet die RAG zudem ein Informationsbüro vor Ort, welches als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger dient und anschauliche Fakten zum Projekt bietet. Hier sind Informationsabende vorgesehen, die einen kontinuierlichen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Ampfings sicherstellen und den persönlichen Austausch ermöglichen.

Die Projektverantwortlichen der RAG sind für interessierte Bürger auch unter der Mailadresse buergerinfo@rag-austria.at zu erreichen. Ferner wird das Unternehmen alle weiteren Schritte in enger Abstimmung mit den politisch Verantwortlichen in der Region und Bürgervertretern erörtern und diese regelmäßig informieren. Die Eröffnung des Informationsbüros findet im Beisein des Ampfinger Bürgermeisters und der RAG am 10. Dezember statt. Dabei können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auch über das Projekt informieren. Ein weiterer öffentlicher Informationsabend ist für Januar geplant. Informationen werden zudem auf der eigens eingerichteten Projektwebsite www.energie-aus-ampfing.de zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung RAG

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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