Anti-Atom-Kette in Rosenheim

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300 Menschen versammtelten sich auf dem Max-Josef-Platz

Rosenheim - Gemeinsam gegen die Atomkraft: Die Geenpeace-Jugend Rosenheim bildete am Wochenende eine Menschenkette. 300 Menschen beteiligten sich in Rosenheim an der bundesweiten Aktion.

Die Greenpeace-Jugend Rosenheim hatte sich bundesweite Appelle zur Bildung von „Mini-Menschenketten“ zu Herzen genommen und, in Kooperation mit Campact, Ausgestrahlt und örtlichen Umweltverbänden, knapp 300 Menschen mobilisiert, die in der Rosenheimer Fußgängerzone ihren Widerwillen gegen die Energiepolitik der Regierung bekundeten.

Bei schönstem Sonnenschein begann die Aktion mit einem Straßentheater-Flashmob, in dessen Verlauf ein „Atomkraftwerk“ in die Luft ging und umhersausende „Strahlenpartikel“ viele Opfer unter „zufälligen Passanten“ forderten. Auferstanden, formierten sich die Passanten zu einer Menschenkette.

Zeitgleich fanden in 40 anderen deutschen Städten ähnliche Aktionen statt, an denen sich rund 10.000 Menschen beteiligten. Absicht war, einerseits den Atomausstieg zu fordern, andererseits für eine noch längere Menschenkette am 12. März zu werben, die sich in Baden-Württemberg über die 45 km lange Strecke zwischen Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim erstrecken wird, um konkret die Abschaltung dieses Reaktors zu verlangen. Dabei werden mehrere 10.000 Menschen aus ganz Deutschland erwartet.

Nachdem Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus längere AKW-Laufzeiten massiv unterstützt hat, fordert ein breites Bündnis von Organisationen mit der Menschenkette am 12. März von einer neuen Landesregierung einen Politikwechsel. Diese müsse den Stromkonzern EnBW mit harten Sicherheitsauflagen zur Abschaltung seiner Atommeiler zwingen und damit zum Vorbild für andere Bundesländer werden. Baden-Württemberg komme damit für die künftige Atompolitik in Deutschland eine Schlüsselrolle zu.

„Strom kann binnen kurzer Zeit vollständig erneuerbar, also umweltfreundlich erzeugt werden: Dazu brauchen wir aber eine andere Politik“, sagt Justus Dallmer von Greenpeace Rosenheim. „Das heisst Ausstieg aus der Atomkraft, Ächtung der Stromverschwendung, keine weitere Kohleverstromung, Umstieg auf dezentrale Strukturen wie Blockheizkraftwerke. Wir gehen davon aus, daß die Menschenkette und der folgende Regierungswechsel in Baden-Württemberg endlich Deutschlands zukunftsfähige Stromerzeugung vorantreiben werden.“

Pressemitteilung Greenpeace-Jugend Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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