Zu- und Abwanderung: Stadt meldet leichten Bevölkerungsgewinn

Rosenheim: Anziehungskraft wirkt

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In der Stadt Rosenheim zogen auch 2009 mehr Menschen zu als abwanderten.

Rosenheim - Im Jahr 2009 verlagerten 4090 Menschen ihren Wohnsitz in das Stadtgebiet Rosenheim, das waren 49 Zuzüge mehr als ein Jahr zuvor.

Aus der Bilanz der Zu- und Fortzüge ergibt sich für die Stadt für das Vorjahr somit ein Wanderungsgewinn von 216 Menschen. Damit liegt man im landesweiten Trend, denn die Bevölkerungsentwicklung des Freistaates weist mit effektiv 15700 Zuwanderungen aus dem Bundesgebiet ein Plus auf. Gegenüber dem Ausland verblieb ein Wanderungsverlust von rund 6500 Menschen.

Allerdings seien hier Sondereffekte zu berücksichtigen, betonen die Statistiker: "Wegen der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer für jeden Bürger wurden seit 2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen führten." Diese Abmeldungen wurden den statistischen Ämtern gemeldet und gingen zum großen Teil in die Berechnung der Fortzüge ein.

Insgesamt war die Einwohnerzahl Bayerns 2009 leicht rückläufig, denn der Wanderungsübeschuss konnte das Geburtendefizit sowie den Wanderungsverlust ins Ausland nicht ausgleichen.

Regional ist die Entwicklung unterschiedlich verlaufen. Außer dem Regierungsbezirk Oberbayern, dessen Einwohnerzahl um über 11 300 Bürger zunahm, mussten alle anderen Regierungsbezirke Bevölkerungsverluste hinnehmen.

Oberbayern profitierte dabei vor allem von der Anziehungskraft, die der Raum München und Umgebung auf die übrigen Bundesbürger hat: So entfielen rund 77 Prozent des bayernweiten Wanderungsgewinns gegenüber den anderen Bundesländern auf Oberbayern, haben die Statistiker ausgerechnet.

Die Stadt Rosenheim hatte zum Stichtag, dem 31. Dezember 2009, insgesamt 60 877 Einwohner. Das waren 166 Einwohner mehr als zu Jahresbeginn.

Aus anderen bayerischen Städten und Kreisen zogen hier 2824 Menschen zu. Im Gegenzug wanderten übers Jahr hinweg 2 756 Menschen von hier aus über die Stadtkreisgrenze hinweg ins übrige Bayern ab. Gegenüber den anderen Kreisen des Freistaates verzeichnet die Stadt Rosenheim damit ein Wanderungsplus von 68 Personen.

Aus anderen Bundesländern verlagerten 647 Menschen ihren Wohnsitz in die Stadt Rosenheim, 549 zogen von hier fort - ein Wanderungsgewinn von 98 Personen.

Über die Grenze des Bundesgebiets zogen schließlich 619 Personen zu, am Ende bleibt gegenüber dem Ausland ein Wanderungsgewinn von 50 Personen.

Mit einem Wanderungsplus von 216 Menschen liegt Rosenheim nach dem niedrigeren Wanderungsgewinn von 64 Personen im Jahr 2008 wieder auf dem Niveau von 2007: damals zogen 228 Personen in die Innstadt.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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