Arbeit für schwerbehinderte Menschen

Rosenheim - Private und öffentliche Arbeitgeber, die monatlich wenigstens zwanzig Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigen, sind gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen.

Sollte dies nicht der Fall ist, muss eine Ausgleichabgabe gezahlt werden. Deren Höhe richtet sich nach der Beschäftigungsquote. Damit die Vorgaben der Beschäftigungspflicht überprüft werden können, müssen die Arbeitgeber für das Jahr 2010 bis zum 31. März eine entsprechende Anzeige bei der für ihren Sitz zuständigen Agentur für Arbeit einreichen.

Sofern Sie im letzten Jahr beschäftigungspflichtig waren, haben Sie auch in diesem Jahr die entsprechenden Unterlagen per Post erhalten. Die Unterlagen wurden Anfang Januar versandt. Sollten Sie keine Unterlagen erhalten haben, entbindet Sie dies nicht von der Erstellung einer Anzeige.

Über das Programm REHADAT-Elan bekommt man Unterstützung bei der Bearbeitung der Vordrucke und es ermöglicht anschließend die Abgabe der Anzeige in elektronischer Form. Die Software kann unterhttp://www.rehadat-elan.dekostenlos herunter geladen werden. Dort finden die Arbeitgeber auch weitere Informationen zur Installation und zur Anwendung des Programms.

Für weitere Fragen rund um das Anzeigeverfahren und die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Arbeitnehmer steht das Team Berufliche Rehabilitation der Agentur für Arbeit Rosenheim unter der E-Mail-Adresse Rosenheim.161-Reha@arbeitsagentur.de zur Verfügung.

Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim zum Anzeigeverfahren: „Betriebe und Verwaltungen haben neben dem gesetzlichen Auftrag auch eine gesellschaftliche Verpflichtung, Schwerbehinderte zu beschäftigen. Durch die Art und Schwere ihrer Behinderung ist oft ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt. Da der Faktor Arbeit eine entscheidende Rolle bei der Integration Behinderter spielt, appelliere ich an die öffentlichen und privaten Arbeitgeber Schwerbehinderte zu beschäftigen und dies auch mit der Anzeige zu belegen.“

Vorsorglich weist die Agentur für Arbeit darauf hin, dass eine nicht erstattete Anzeige eine Ordnungswidrigkeit darstellen kann und mit einer Geldbuße bis zu 4.000 Euro geahndet wird. Nicht richtig, nicht vollständig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig erstattete Anzeigen werden mit einer Geldbuße bis zu 2.000 Euro belegt. Sämtliche Verstöße müssen der zuständigen Stelle für Ordnungswidrigkeiten gemeldet werden und kommen zur Anzeige. Die Geldbußen werden an die Integrationsämter abgeführt.

Bitte beachten Sie, dass der Termin 31. März 2011 nicht verlängert werden kann.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser