Arbeitsagentur setzt auf Zusammenarbeit

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Rosenheim - Zu behaupten, dass 60 Prozent der Zeit eines Arbeitsvermittlers für Statistik verlorengeht, entspricht nach den Worten von Harald Neubauer, Leiter der Arbeitsagentur Rosenheim, absolut nicht der Realität.

Diese Zahl wurde im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats von der Stadtverwaltung verbreitet. Grundsätzlich meint Neubauer in einer Stellungnahme zu unserem gestrigen Bericht "Kein Alleingang" der Stadt": "Die Ergebnisse der Zusammenarbeit der Stadt Rosenheim und der Agentur für Arbeit Rosenheim in der gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft sollten ausschlaggebend sein für eine weitere Fortsetzung der Erfolgsstory."

Mit der im Januar 2005 begonnenen Zusammenarbeit hätten beide Träger ihre spezifischen Kompetenzen in die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft (Arge) eingebracht. Als Beweis für den Erfolg führt Neubauer Zahlen an: Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Arbeitslosigkeit allein im Bereich Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) im Stadtgebiet um 8,4 Prozent reduziert werden, bei den Jugendlichen sogar um 11,1 Prozent. Auch in den Landkreisen Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen in denen die Betroffenen von einer gemeinsamen ARGE betreut werden, ging die Arbeitslosigkeit um 10,3 Prozent beziehungsweise 14,3 Prozent zurück. Im Vergleich dazu stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Miesbach, der seit 2005 in alleiniger Zuständigkeit die Langzeitarbeitslosen betreut, um 8,8 Prozent.

Im Gegensatz zu verschiedenen Kritiken liege das Ergebnis der regelmäßigen Befragung von Kunden aller Arbeitsgemeinschaften im Bundesgebiet, die von einem externen Institut im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit- durchgeführt wird, bezogen auf die ARGE Stadt Rosenheim zwischen den "Schulnoten" 2,3 und 2,9.

Durch die gemeinsame Einrichtung von Kommune und Arbeitsagentur nutze die Arge alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Rosenheim. Das bedeute konkret, dass alle Vermittler der Arge uneingeschränkt Zugriff auf die Stellenangebote, auch bundesweit, der Arbeitsagenturen haben, wobei hier stärker die Angebote der Unternehmen im Stadt- und Landkreis Rosenheim, der angrenzenden Landkreise oder die der Stadt München von Bedeutung seien.

Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagenturen vermittele ebenso SGB-II-Empfänger wie auch die unmittelbaren Kunden der Arbeitsagenturen. Dies funktioniere technisch allerdings nur, wenn es weiterhin zwischen der Stadt und der Arbeits-agentur eine gemeinsame Einrichtung gibt.

Die Vermittler der Arge könnten durch das Speichern der Daten am PC an bei weiteren Kontakten an frühere Beratungsgespräche anknüpfen Die Betreuung der Kunden durch die Vermittler der Arge erfolge bereits jetzt individuell, unmittelbar und vertrauensvoll in umfassenden persönlichen Gesprächen.

Neubauer bezeichnet die bisherige Zusammenarbeit mit der Stadt Rosenheim und mit Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer als sehr positiv und erfolgreich. Er meint: "Es wäre insbesondere im Sinne der Kunden sehr schade, diese Zusammenarbeit beenden zu müssen."

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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