Arbeitslosigkeit im Mai auf Rekordtief

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Rosenheim - „Im Mai hat der Aufschwung weiter an Fahrt zugelegt und uns mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent ein Rekordtief beschert“, so Jakob Grau von der Agentur für Arbeit Rosenheim.

 Das ist ein Rückgang zum Vormonat um 0,3 Prozent und zum Vorjahr sogar ein Minus von 0,7 Prozent. Grau weiter: „Mit aktuell 7 990 Arbeitslosen, haben wir im Monat Mai damit die geringste Zahl seit fast zwanzig Jahren erreicht. Letztes Jahr zu dieser Zeit waren es noch 1 810 Arbeitslose mehr. Besonders hervorheben möchte ich, dass sich bei den jungen Menschen bis 25 Jahren, die Erwerbslosigkeit mit derzeit 630 Personen zum Vormonat um 140 Arbeitslose verringert hat, zum Vorjahr ist das sogar ein Rückgang um 32 Prozent.

Die momentan gute Konjunkturlage hat maßgeblich zu diesem außerordentlichen Ergebnis beigetragen. Die positive Entwicklung wurde zudem dadurch unterstützt, dass die letzten „Wiedereinsteller“ in den Außenberufen, aber vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Arbeit aufgenommen haben. Mit Beginn des Ostergeschäftes, welches dieses Jahr in den aktuellen Berichtszeitraum (13. April bis 12. Mai) gefallen ist, wurde die Hauptsaison in der Gastronomie eingeläutet und damit die meisten Neu- und Wiedereinstellungen generiert.“

Von der Hauptagentur Rosenheim und deren Geschäftsstellen wurden im Mai nach dem Rechtskreis SGB III insgesamt 3 970 Personen betreut. Im Vergleich zum Mai des letzten Jahres sind das 1 310 Arbeitslose weniger. Auch bei den Langzeitarbeitslosen, die von den zuständigen Jobcentern im Rechtskreis SGB II betreut werden, ist die Entwicklung zum Vorjahresvergleich positiv. Mit aktuell 4 030 Personen sind es 500 Hilfebedürftige weniger, als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

In unserem Agenturbezirk haben sich im Mai 2 260 Personen arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang zum Vormonat um 360 Personen. „Dabei ist erwähnenswert, dass die Zahl derer, die aus einer Erwerbstätigkeit zu uns gekommen sind, um 20 Prozent niedriger liegt als im April“, so Grau. Aus der Arbeitslosigkeit haben sich 3 090 Personen abgemeldet, ein Rückgang um fast 18 Prozent zur Vorperiode. Grau weiter: „Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Menschen, die sich in Erwerbstätigkeit abmelden. Deshalb freut es uns besonders, wenn - wie aktuell geschehen - deutlich über die Hälfte eine Arbeit aufgenommen haben.“

Die Arbeitsvermittler aus dem Arbeitgeberservice haben im Berichtszeitraum 1 070 neue, sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen entgegengenommen, ein Plus zum Vormonat um 40 Stellen. Neben den Personaldienstleistern suchen momentan vor allem das Gastgewerbe, das Gesundheitswesen und das verarbeitende Gewerbe nach Mitarbeitern. Der stellvertretende Agenturleiter dazu: „Leider können Stellen oftmals nicht besetzt werden, da das notwendige Fachpersonal fehlt oder bestimmte Hemmnisse bei der Arbeitszeit, dem Arbeitsort oder gesundheitliche Einschränkungen eine Beschäftigung verhindern. Für Unternehmen ist es deshalb umso wichtiger, den eigenen Nachwuchs auszubilden.“

Das Stichwort Ausbildung hatte diesen Monat erneut einen besonderen Stellenwert. Wie in den Jahren zuvor, wurde auch dieses Jahr am 18. Mai der „Tag des Ausbildungsplatzes“ von der Bundesagentur für Arbeit ausgerufen. Grau erläutert: „Unsere Arbeitsvermittler und Berufsberater waren an diesem Tag in den Unternehmen, um diese vor Ort für das Thema Ausbildung zu gewinnen, aber auch für Bewerber zu werben. Vor allem leistungsschwächere Schüler geraten aufgrund ihrer Noten, oftmals aus dem Blick der Arbeitgeber. Nicht selten sind in bestimmten Berufen aber, auch Stärken, wie Sozial- und Methodenkompetenz, gefragt. Durch die Aktion konnten für dieses Ausbildungsjahr 34 neue Ausbildungsplätze und für 2012 insgesamt 82 Plätze akquiriert werden, eine gute Sache, wie ich finde.“ Wie bisher bleiben bei den Jugendlichen die Favoriten der beliebtesten Ausbildungsberufe unverändert. Bei den Jungen dominiert nach wie vor der Kfz-Mechatroniker, gefolgt vom Industriemechaniker und Einzelhandelskaufmann. Auch bei den Mädchen fällt der Berufswunsch meistens auf die Bürokauffrau, gefolgt von der Medizinischen Fachangestellten sowie der Einzelhandelskauffrau.

DerAusbildungsmarkt im Mai setzt weiterhin ein positives Signal an die Jugendlichen. Aktuell sind 1 070 Bewerber und Bewerberinnen bei der Berufsberatung gemeldet und suchen für dieses Jahr weiterhin einen Ausbildungsplatz. Dem gegenüber stehen 1 280 freie Ausbildungsstellen, ein Steigerung von 190 Stellen zum Vorjahr. „Rechnerisch gesehen ist also für jeden Bewerber ein Platz vorhanden. Mit Blick auf die gravierenden demografischen Veränderungen und dem damit verbundenen Fachkräftemangel ist es wichtig, dass auch Jugendliche mit „Startschwierigkeiten“ ihre Chancen bekommen“, so Grau.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

 In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 548 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um 76 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,8 Prozent gesunken. Von den betroffenen Personen werden derzeit 593 (minus 75) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 955 gegenüber dem Vormonat unverändert.

Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent auf. Hier sind mit 3 371 erwerbslosen Personen, 344 weniger gemeldet als im April. Von den Beschäftigungslosen werden 1 759 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 276 weniger als im April. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 612 Frauen und Männer zuständig, 68 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 603 gemeldeten Arbeitslosen eine Abnahme (minus 175) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier auf 2,6 Prozent verringert. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 821 Erwerbslose, 123 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 782 SGB II – Kunden (minus 52 gegenüber dem Vormonat).

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 3,0 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte zum Vormonat). Hier sind derzeit 1 471 Personen erwerbslos gemeldet, 236 weniger als im Vormonat. 794 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 192 weniger als im April. Die optierende Kommune verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von 44 Betroffenen, aktuell sind 677 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Allgemeine Hinweise:

- Ab Berichtsmonat Mai 2010 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.

- Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 erfolgt die statistische Berichterstattung und Veröffentlichung der Arbeitslosenquoten durchgängig auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Damit können einheitliche Arbeitslosenquoten für alle Untergliederungen nach Strukturmerkmalen (in allen Regionen) ausgewiesen werden. Zusätzlich werden nun auch Arbeitslosenquoten für die Altersgruppen „50 bis unter 65“ und „55 bis unter 65“ veröffentlicht.

- Ab Berichtsmonat März 2011 wird die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrundegelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Pressemeldung Agentur für Arbeit Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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