Ausstellung "Auf gepackten Koffern"

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Rosenheim - Acht Inhaftierte erläutern in der Vortragsreihe "Auf gepackten Koffern" die unterschiedlichen Aspekte der Abschiebehaft.  

Die oftmals an eine Flucht anschließende Abschiebehaft kann der Endpunkt eines langjährigen Aufenthalts in Deutschland sein. Der Abschiebegewahrsam kann allerdings auch der erste Ort sein, den ein Flüchtling oder ein Migrant nach der Ankunft kennenlernt. Es ist fraglich, ob diese Menschen dann überhaupt etwas anderes als das Gefängnis von Deutschland sehen werden. Auch in der JVA Bernau sind jedes Jahr über 300 Menschen gezwungen, gefangen in Abschiebehaft zu leben.

Vom 12. - 23. September ist die Ausstellung „Auf gepackten Koffern“ in der Volkshochschule Rosenheim (Stollstraße 1) zu sehen. Sie ermöglicht Abschiebehäftlingen über Fotos und Berichte mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Anhand von Interviews mit acht Inhaftierten werden die unterschiedlichen Aspekte der Abschiebehaft dargestellt. Zur Eröffnung der Ausstellung wird ein Sprecher vom Bayerischen Flüchtlingsrat referieren. Der Vortrag findet am Montag, den 12. September um 19.30 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung und der Vortrag sind Teil eines über zwei Monate stattfindenden Programms und werden vom Initiativkreis Migration in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung organisiert.

Pressemitteilung Initiativkreis Migration Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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