Kreisrat: Beer steht als Nachfolger bereit

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Hans Hofstetter verlässt den Rosenheimer Kreistag.

Rosenheim - Einstimmig hat der Rosenheimer Kreistag Hans Hofstetter (CSU) aus seinem Amt als Kreisrat entlassen. Nachrücker Stefan Beer aus Eggstätt steht als Nachfolger bereit.

Nur "aus wichtigen Gründen" darf das Ehrenamt eines Kreisrats laut Landkreisordnung niedergelegt werden. Die Gründe, die Hans Hofstetter bewogen hatten, sein Amt abzugeben - personelle Umstrukturierungen in seinem Familienbetrieb und viele kurzfristige Auslandsaufenthalte - hat der Kreistag nun als wichtig anerkannt. Hofstetter wird aus seinem Ehrenamt entlassen. Und damit Stefan Beer nach dreijähriger Abstinenz auf die Bühne der Kreispoltik zurückkehren.

Stefan Beer wird zurückkehren.

"Ich würde diese Aufgabe gerne übernehmen", erklärte Beer gestern Nachmittag. Und fügte hinzu: "Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit der Fraktion und dem Kreistag." Sein Ziel sei es, das Vertrauen der Menschen, die ihm bei der vergangenen Kommunalwahl im März 2008 ihre Stimme gegeben hatten, zu rechtfertigen - und "altes Vertrauen zurückzugewinnen".

Zeitlich traue er sich die Doppelbelastung aus Arbeit im Landkreis Dachau und politischem Mandat in Rosenheim absolut zu. "Das Ehrenamt ist mir was wert!" Genau dies hatte am Vormittag Landrat Josef Neiderhell in der Sitzung aber auch eingefordert: "Die Arbeitszeit eines Kreisrats beträgt - wenn man's ernst nimmt - 21 Tage pro Jahr. Das muss man zeitlich erst mal erübrigen können."

"Habe lange über den Schritt nachgedacht"

Hans Hofstetter kann der Aussage nur zustimmen. Lange habe er mit sich gerungen, ob er diesen Schritt wirklich gehen sollte, aber "mir blieb keine andere Wahl. Ich hätte sehr gerne weitergemacht." Ob sein Abschied aus dem Kreistag ein endgültiger ist, will und kann Hofstetter jetzt noch nicht sagen: "Wenn ich in drei oder fünf Jahren wieder mehr Zeit habe, trete ich vielleicht wieder an. Mal schauen."

Seinem Nachfolger wünscht der Endorfer jedenfalls "alles Gute". Wenn Hofstetter vorher gewusst hätte, dass sein frei werdendes Mandat so viel Staub aufwirbele, hätte er aber - das gibt er zu - "noch mehr darüber nachgedacht". Grundsätzlich ist er aber überzeugt, dass "er seine Sache engagiert und gut machen wird".

Der Brief des Landratsamts, in dem Stefan Beer offiziell mitgeteilt wird, dass er als Nachrücker in den Kreistag einziehen kann, ging bereits gestern Mittag in die Post. Beer kann also schon in der nächsten Sitzung offiziell in das Gremium aufgenommen werden.

zip/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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