Bahnstreik: "Ausgeschlossen ist nichts"

Rosenheim - "Wir können und wollen nicht ausschließen, dass auch die Region Rosenheim bestreikt wird", sagt Wolfgang Schustereder von der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) zu dem ab heute angekündigten Streik.

Doch ob der Arbeitskampf tatsächlich Auswirkungen auf die Region hat, ließ er gestern offen. Nach drei Warnstreiks hatten sich die Lokführer in einer Urabstimmung am Montag mit großer Mehrheit für unbefristete Streiks ausgesprochen, um ihrer Forderung nach einem gemeinsamen Tarifvertrag für alle Lokführer Nachdruck zu verleihen. Ziel ist es aber nicht, die Räder flächendeckend zum Stillstand zu bringen. Man wolle vielmehr "gut gezielte Nadelstiche" setzen, so der Rosenheimer Ortsgruppenleiter Schustereder: "Unser Ziel ist es nicht, die Bahnpendler und Zugreisenden zu treffen." Deshalb werde man die Streikmaßnahmen zunächst auf den Güterverkehr konzentrieren.

Schustereder verspricht für den Fall des Falles rechtzeitige Information: "Wenn der Personenverkehr betroffen sein sollte, werden wir das vorher mitteilen, damit sich die Menschen darauf einstellen können." Doch auch bestreikte Güterzüge können den Personenverkehr auf der Schiene in Form von Verspätungen beeinträchtigen. Die dicht befahrene Bahnverbindung zwischen München und Freilassing hat einen hohen Auslastungsgrad.

Die GDL hat nach den Worten Schustereders unter den angestellten Lokomotivführern in der Region einen hohen Organisationsgrad. Die meisten der hier eingesetzten Lokführer sind allerdings Beamte ohne Streikrecht.

ku/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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