Münchner Schwurgericht

Flüchtiger Autofahrer wegen Mordversuch angeklagt

München - Aus einem harmlosen Bagatellunfall ist für einen Münchner Autofahrer ein Mordversuch geworden. Bei seiner Flucht starb eine Passantin. Jetzt steht er vor Gericht.

Elf Monate nach dem Unfalltod einer Fußgängerin muss sich am Donnerstag  ein Autofahrer vor dem Münchner Schwurgericht verantworten. Die Anklage wirft dem unfallflüchtigen Mann fahrlässige Tötung sowie versuchten Mord durch Unterlassen der gebotenen Hilfe für das Unfallopfer vor.

Der Angeklagte war im Januar 2014 nach einem Bagatellunfall geflüchtet, weil er keinen Führerschein hatte. Er war viel zu schnell unterwegs und kam deshalb von der Straße ab, so die Staatsanwaltschaft. Sein Auto fuhr eine Passantin an und schleuderte sie 22 Meter durch die Luft. Das Opfer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der 39-Jährige habe erkannt, dass die Fußgängerin schwer verletzt gewesen sei, glaubt die Staatsanwaltschaft. Er sei dennoch weiter gefahren und habe auch nicht den Rettungsdienst informiert, um eine Anzeige zu verhindern.

Der Prozess ist auf vier Tage angesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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