"Aventura sprengt jede Dimension"

Rosenheim - Der Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern hat sich in einem Beschluss eindeutig gegen das Einzelhandels-Großprojekt "Aventura" ausgesprochen.

Das teilte jetzt Rosenheims Citymanager Günter Boncelet mit. "Aventura sprengt jegliche Dimensionen", befand der Verband und forderte das Bayerische Wirtschaftsministerium auf, das von Kiefersfelden beantragte Zielabweichungsverfahren vom Landesentwicklungsprogramm negativ zu bescheiden.

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Die geplante Verkaufsfläche von 7500 bis 13.000 Quadratmetern ziehe durch die Lage an der Autobahn Kunden aus einem weiten Einzugsgebiet an. Das widerspreche in der Größe und städtebaulichen Lage dem Ziel des Landesentwicklungsprogramms. Das Aventura-Konzept lege nahe, dass die Flächen für den Verkauf der Sortimente Sport und Textil genutzt werden sollen, eine Leitbranche der Innenstädte der Region.

Die Factory-Outlet-Center in Ingolstadt und Wertheim hätten gezeigt, dass zwischen 54 und 68 Prozent der Kunden aus dem Umkreis von 50 Kilometer kämen. Das träfe die historischen Zentren und die bisherige Politik der Städtebauförderung ins Mark. "Es wird immer deutlicher, dass das Landesentwicklungsprogramm durch immer neue Zielabweichungsverfahren ausgehebelt wird und nicht mehr zur absoluten Ausnahme, sondern inzwischen fast zur bayerischen Landesentwicklungspolitik gehören. Dem ist Einhalt zu gebieten", so Boncelet.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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