Feuerwehrgroßeinsatz in Bad Tölz

Brand verursacht 100.000 Euro Schaden

Bad Tölz - Heiße Asche, die in einer Tonne nah an einem Einfamilienhaus entsorgt wurde, war wohl die Ursache für einen Brand am Mittwochvormittag in Bad Tölz. Das ergaben die bisherigen Untersuchungen der Weilheimer Kriminalpolizei. Verletzt wurde bei dem Feuer zum Glück niemand, der Sachschaden beträgt aber etwa 100.000 Euro.

Nachbarn hatten das Feuer am Mittwochvormittag um kurz vor 12 Uhr zuerst bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Zuerst fuhr die Wehr aus Bad Tölz an den Einsatzort in den Melkstattweg, später wurden vorsorglich noch die Kollegen aus Ellbach und Greiling nachalarmiert.

Insgesamt bekämpften 36 Helfer die Flammen, die von einer brennenden Holzhütte über das Vordach und schließlich bis auf den Dachstuhl des Einfamilienhauses übergegriffen hatten. Nach rund zwei Stunden war der Brand gelöscht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, der entstandene Sachschaden beläuft sich den Schätzungen zufolge auf 100.000 Euro.

Beamte des Weilheimer Kriminaldauerdienstes (KDD) übernahmen die Ermittlungen zur Brandursache. Zum jetzigen Zeitpunkt deutet alles darauf hin, dass Asche, die in einer Tonne nah an der Holzhütte entsorgt worden war, der Auslöser war. Die Flammen hatten auf die Holzhütte übergegriffen und von dort über das Vordach auf die Außenwand und den Dachstuhl des Hauses.

Die Polizei weist im Zusammenhang mit diesem Brand auf die Verhaltenstipps der Feuerwehr hin:

Voraussetzung einer wirksamen Brandverhütung ist, dass die Asche fachgerecht entsorgt wird. Die Asche aus Holzöfen und auch Reste vom Holzkohlengrill müssen vor der Entsorgung vollständig ausgekühlt sein. Hierbei ist darauf zu achten, dass nur Behältnisse verwendet werden, die Brände verhindern. Keinesfalls dürfen das die üblichen Mülltonnen sein!

In Versuchen wurde nachgewiesen, dass Asche auch 24 Stunden nach dem Entfernen aus dem Ofen oder vom Grill noch so heiß sein kann, dass es zu Bränden kommen kann. Zu verwenden sind möglichst Blecheimer mit einem dicht schließenden Deckel. 

Eimer mit heißer Asche sollen so abgedeckt sein, dass Wind keine Asche herauswehen kann. Es ist auch immer darauf zu achten, dass der Behälter mit der Asche zum Auskühlen im Freien aufbewahrt und mindestens einen Meter von Gebäuden, Fahrzeugen oder sonstigen brennbaren Gegenständen abgestellt wird.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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