Großaufgriffe am Rosenheimer Bahnhof

Knapp 80 illegal Eingereiste aus Zügen geholt

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Ein Bild von der Turnhalle, in der die illegal Eingereisten untergebracht wurden.
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Rosenheim - Am Dienstagabend und am Mittwochmorgen wurden am Rosenheimer Bahnhof knapp 80 illegal Eingereiste von der Bundespolizei entdeckt.

UPDATE 11.40 Uhr: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Über 50 Personen sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in einer Turnhalle der Rosenheimer Bundespolizei gewesen. Fahnder hatten die unerlaubt Eingereisten aus Eritrea, Somalia und Syrien in einem Fernreisezug aus Italien angetroffen.

Bei Kontrollen im EuroCity, der zwischen Venedig und München verkehrt, stellten Bundespolizisten Dienstagabend 47 Erwachsene und neun Minderjährige fest, die keine Papiere für die den Aufenthalt in Deutschland mitführten. Sie wurden in Gewahrsam genommen und in Rosenheim zur Bundespolizeiinspektion gebracht. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um mehrere syrische Familien mit ihren Kindern sowie allein reisende Erwachsene unter anderem eritreischer, somalischer, syrischer und palästinensischer Herkunft.

Mit Feldbetten wurde in der Turnhalle des Bundespolizeistandorts eine Behelfsunterkunft eingerichtet. Bei der Versorgung der Ausländer unterstützte der Malteser Hilfsdienst. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die unerlaubt Eingereisten der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Während sie die Dienststelle der Bundespolizei verlassen konnten, kamen am Mittwochmorgen die nächsten 20 Syrer und eine Somalierin ohne Einreisepapiere an. Raublinger Schleierfahnder hatten sie im Nachtzug aus Mailand gefunden. In fünf Fällen stellten die Beamten gefälschte Ausweise fest. Die Ermittler der Bundespolizei gehen davon aus, dass sich derartig große Reisegruppen nicht zufällig in den Zügen zusammenfinden. Ganz offensichtlich handelt es sich um organisierte Schleusungen.

Erstmeldung: 9.30 Uhr

Wie Bundespolizei-Pressesprecher Rainer Scharf auf Anfrage von rosenheim24 bestätigte, kam es am Dienstagabend und am Mittwochmorgen zu Einsätzen am Rosenheimer Bahnhof.

Demnach saßen am Dienstagabend gut 50 unerlaubt Einreisende im Eurocity 88 von Venedig nach München. Der Aufgriff durch die Bundespolizei erfolgte gegen 20.10 Uhr. Die Personen stammen hauptsächlich aus Eritrea, Somalia und Syrien.

Wie Scharf ebenfalls mitteilte, wurden auch am Mittwochmorgen 20 Personen aus einem Zug geholt, die illegal nach Deutschland reisten.

Immer wieder Großaufgriffe

Bereits im Juli (35 illegal Eingereiste) und am 12. August (72 Personen) kam es zu Großaufgriffen am Rosenheimer Bahnhof.

Weitere Informationen sollen im Laufe des Vormittags in einer Pressemitteilung folgen.

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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