Branche gesund geschrumpft

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Die Entwicklung der Umsatz- und Beschäftigungszahlen im Baugewerbe.

Rosenheim - In der Baubranche waren zum Stichtag, 30. Juni, in der Stadt Rosenheim in 50 Betrieben insgesamt 761 Fachkräfte, kaufmännische Angestellte oder Poliere beschäftigt.

Mit dem Bau von Häusern, Straßen oder dem Erneuern von Abwasserkanälen waren zum Stichtag, 30. Juni, in der Stadt Rosenheim in 50 Betrieben insgesamt 761 Fachkräfte, kaufmännische Angestellte oder Poliere beschäftigt. 61 mehr als im Vorjahr, der Umsatz lag laut den Zahlen des Landesamtes für Statistik 37,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Jährlich werden in Bayern zum 30. Juni die Betriebe und Beschäftigten im Baugewerbe gezählt. Zum Bauhauptgewerbe gehören der Hoch- und Tiefbau, aber auch die Firmen für "Vorbereitende Baustellenarbeiten", die beispielsweise Altbauten abbrechen und für die Baustellenentwässerung sorgen. Mit dieser Statistik sollen die Entwicklungen in diesem Bereich dargestellt werden.

Erfasst werden jeweils der Juni-Umsatz und der Gesamtumsatz des Vorjahres. Daraus ergibt sich für die Baubetriebe in der Stadt folgendes Bild: Der Juni-Umsatz 2010 stieg gegenüber dem Vorjahr um 37,1 Prozent auf rund 10,688 Millionen Euro. Die Gesamtumsätze der hiesigen Baufirmen bezogen auf ganze Kalenderjahre entwickelten sich folgendermaßen: Im Kalenderjahr 2005 machten die Firmen Umsätze in Höhe von rund 102,837 Millionen Euro. Ein Jahr später erhöhte sich die Summe auf 118,333 Millionen Euro. Im Jahr 2007 meldeten die Firmen einen Umsatz von 114,632 Millionen Euro; ein Jahr später waren es dann über 132 Millionen Euro und bis Ende 2009 sank die Umsatzsumme nun auf 117 Millionen Euro. Das sind 0,7 Prozent des in Bayern erwirtschafteten Gesamtumsatzes von 15,79 Milliarden Euro, wobei die Umsätze bayernweit um rund 620 Millionen Euro unter denen des Vorjahres lagen.

Laut der Herbstumfrage 2010 der Landesvereinigung Bauwirtschaft (LVB) Bayern schätzten im Ausbaugewerbe zwei Drittel der Unternehmen die Geschäftslage gut oder sehr gut ein, im Bauhauptgewerbe liegen diese Nennungen bei rund 57 Prozent. Auch mit den Umsätzen und Erträgen sind die Befragten zufrieden. Jedoch warnte der Sprecher der LVB, Hans Auracher, vor Euphorie: "Die insgesamt gute Stimmung spiegelt sich nicht in der Statistik wider." So sanken 2010 die Umsätze im Baugewerbe bis zum Herbst um 2,5 Prozent, vor allem durch Rückgänge im Öffentlichen Bau (-5,7 Prozent) und im Gewerbebau (-7,4 Prozent). Der Wohnungsbauumsatz wuchs dagegen deutlich um 5,5 Prozent.

Sorge bereiten dem LVB-Sprecher die Sparbeschlüsse des bayerischen Doppelhaushalts 2011/2012, denn bereits 2010 fuhr die öffentliche Hand ihre Investitionen zurück. Sorgen macht Auracher auch der Lehrlingsmangel, "der quer durch die Gewerke spürbar ist." Die Konjunkturumfrage zeige zudem, "dass ein Drittel der Unternehmen schon jetzt stark unter dem Fachkräftemangel leidet."

Was die Zahl der Arbeitsplätze angeht, hat sich die Branche in den vergangenen Jahren gesundgeschrumpft, jedenfalls blieb im Freistaat die Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe nahezu auf Vorjahresniveau. Rund 128540 Arbeitnehmer zählt diese Wirtschaftssparte derzeit. In der Stadt Rosenheim wurden die Umsätze der Firmen mit 761 Beschäftigten erwirtschaftet. So stieg die Zahl der Beschäftigten hier um 61.

zs/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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