Einführung des digitalen Behördenfunks

Umrüstung auf BOS-Digitalfunk

Landkreis - Ab Oktober 2015 wird es bayernweit den digitalen Behördenfunk für Polizei und Rettungsorganisationen geben. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren:

Im Oktober 2015 wird der digitale Behördenfunk im Netzabschnitt Oberbayern Süd in den Probebetrieb gehen. In Auftaktveranstaltungen in Weilheim, Rosenheim und Traunstein beschäftigten sich Vertreter von Polizei und sämtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen neben den zeitlichen Vorgaben auch mit den konkreten Aufgaben, die bis dahin noch abgearbeitet werden müssen.

Bayernweit wird der Aufbau des digitalen Behördenfunks von der Projektgruppe DigiNet geleitet, die beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr angesiedelt ist. Die Detailplanung ist aber Aufgabe von regionalen Projektgruppen. Sie kümmern sich unter anderem um die Beschaffung und den Einbau der Funkgeräte, die Anbindung der Integrierten Leitstellen Traunstein, Rosenheim und Oberland sowie der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und um die Schulung der Einsatzkräfte.

Im bayerischen Vergleich gibt es, was den Aufbau des digitalen Funknetzes anbelangt, aufgrund des landesweiten Aufbauplans große Unterschiede. Während in den Landkreisen entlang der Alpenkette die detaillierte Umsetzung noch am Anfang steht, ist die neue Technik in der Landeshauptstadt München und in Mittelfranken bereits im Betrieb. Der Bereich des nördlichen Oberbayerns befindet sich bereits im erweiterten Probebetrieb. Die Einsatzkräfte der beteiligten Feuerwehren, der Hilfsorganisationen sowie der Polizei verwenden die neue Technik hier derzeit testweise. Als nächster Netzabschnitt wird Unterfranken ab Ende Februar in den Probebetrieb gehen.

Auch innerhalb der drei Funkbereiche im Netzabschnitt Oberbayern Süd gibt es Unterschiede. Auf dem Gebiet der Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen, sind 24 Funkmasten  notwendig; an elf Standorten ist der Bau abgeschlossen. Ähnlich verhält es sich in den Landkreisen Traunstein, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land: Hier soll es 47 Funkmasten geben, 22 sind gebaut. Der Bereich der Landkreise Rosenheim und Miesbach sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim, hinkt im Vergleich hinterher. 35 Funkmasten werden benötigt, erst neun sind fertig gestellt. Die Planer müssen sich zum einen mit schwierigen Bedingungen im bergigen Gelände und zum anderen mit örtlichen Widerständen auseinandersetzen.

Im Innenministerium ist man aber überzeugt davon, dass der digitale Behördenfunk auch im Netzabschnitt Oberbayern Süd termingerecht zum erweiterten Probebetrieb funktionieren wird.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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