Was nun? 

Affäre Wolbergs und Umfragekeller: Lokale SPDler besorgt

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Die Rosenheimer SPD-Vorsitzende Elisabeth Jordan und der Berchtesgadener Kreisvorsitzende Roman Niederberger nahmen auf Anfrage unserer Redaktion Stellung. 
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Rosenheim/Piding - Bundesweit steckt die SPD im Umfragekeller. Besonders dramatisch ist die Lage derzeit in Bayern.

Roman Niederberger Wie berichtet, befindet sich der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) in U-Haft - ein weiter Schlag für die Genossen im Freistaat, galt er doch bislang als Hoffnungsträger. 

Verlust an Glaubwürdigkeit und Vertrauen

Auswirkungen für die gesamte Bayern-SPD sind zu befürchten, erklärt Elisabeth Jordan, die Vorsitzende des Unterbezirks Rosenheim-Stadt, auf Anfrage von rosenheim24.de. Sie sei "sehr bestürzt" über den Fall Wolbergs. 

Jordan hofft, dass die Öffentlichkeit differenzieren kann. "Dennoch birgt die Situation aus meiner Sicht die Gefahr, dass pauschal die Glaubwürdigkeit von gewählten Volksvertretern und -vertreterinnen leiden wird. Das betrifft alle, nicht nur Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, und auch nicht nur in Regensburg", so Jordan. 

Das befürchtet auch Roman Niederberger, Vorsitzender des Kreisverbands Berchtesgadener Land. Auch er beklagt einen Vertrauensverlust weit über Regensburg hinaus und wünscht sich eine "vollständige Aufklärung". 

Doch nicht nur die Affäre um den Regensburger OB belastet die bayerischen Sozialdemokraten, sondern auch katastrophale Umfragewerte. Laut dem BR würden nur noch 14% die SPD wählen

Wie die SPD wieder aus dem Loch kommen kann? Für Niederberg ist es wichtig, dass es von der Bundesebene bis in die Kommunen einen "roten Faden" in der sozialdemokratischen Politik gibt. Im Mittelpunkt müssten "soziale Gerechtigkeit, guter und bezahlbarer Wohnraum für alle und eine sichere und offene Gesellschaft" stehen.

Sehr ähnlich sieht das auch Elisabeth Jordan. Neben Sozialer Gerechtigkeit müssten sich die Sozialdemokraten aber auch dem Thema Innere Sicherheit verstärkt widmen, fordert sie. Mit den Menschen müsse man ehrlich und offen umgehen und sich um ihre Anliegen kümmern. 

Genossen hoffen: Mit Bärbel Kofler im Wahlkampf punkten

Ob man angesichts der derzeitigen Lage als Sozialdemokrat überhaupt noch zuversichtlich sein kann? Was macht noch Mut mit Blick auf die Bundestagswahl im September? 

Für Jordan ist klar: Die SPD muss ihre Erfolge in der Bundesregierung klarer herausstellen und deutlich machen, was am Widerstand der Union gescheitert sei. Eben eng an den Kernthemen bleiben. 

Der Pidinger Roman Niederberger hofft, dass man im Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler punkten kann. Sie sei "weit über die SPD hinaus anerkannt"

 

Quelle: rosenheim24.de

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