Online-Shop „Haftsache“

Bayern vermarktet Gefängnisprodukte im Internet

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Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) schaltet die Website am Donnerstag frei.

München - Bayern will in Gefängnissen produzierte Waren im Internet vermarkten. Die entsprechende Homepage wird am Donnerstag freigeschalten.

Der Freistaat will die in den bayerischen Haftanstalten produzierten Waren im Internet vermarkten. Justizminister Winfried Bausback (CSU) wird die entsprechende Internetseite www.haftsache.de am Donnerstag in München vorstellen und freischalten.

Bereits zum Start des Projekts würden in dem Online-Shop mehr als 70 von den Gefangenen hergestellte Produkte angeboten, berichtete das Justizministerium am Mittwoch. „Die Produktpalette reicht von Möbelstücken und Wohnaccessoires über Leder- und Metallwaren bis hin zu Holzspielzeug für Groß und Klein. Sämtliche Produkte entstehen in sorgfältiger Handarbeit und zeichnen sich durch hochwertige Materialien sowie erstklassige Qualität aus“, betonte das Ministerium. Mit jeder Internet-Bestellung leisteten die Käufer auch einen Beitrag zur Wiedereingliederung von Strafgefangenen.

In den Justizvollzugsanstalten Bayerns gibt es zahlreiche Betriebe, in denen die Häftlinge arbeiten und auch eine Ausbildung machen können. Die Bandbreite reicht von Gebäudetechnik über Autolackiererei bis zur Landwirtschaft. Die JVA-Schneidereien arbeiten dabei teilweise auch in eigener Sache: Die Roben für die Justizmitarbeiter im Freistaat kommen aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Straubing.

dpa/lby

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