Erst die Hochzeit, dann die Kinder

Bayerns Eltern im Bundesvergleich eher traditionell

München - Der Trend zu außerehelichen Geburten hält weiter an, seit 1990 hat sich die Zahl der Eltern ohne Trauschein mehr als verdoppelt. Bayerns Eltern gehören eher zu den Traditionellen. 

Erst Heirat, dann Kinder: Paare in Bayern lieben es in dieser Hinsicht nach wie vor eher traditionell. Nur 27,5 Prozent aller Kinder im Freistaat wurden 2015 in Familien geboren, in denen die Eltern keinen Trauschein hatten. Bundesweit lag der Anteil der außerehelichen Geburten dagegen bei 35 Prozent und erreichte damit wieder den Rekord von 2014, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Am niedrigsten ist die Rate in Baden-Württemberg: Nur knapp jedes fünfte Neugeborene (24,7 Prozent) hatte dort unverheiratete Eltern. Ganz anders in den neuen Bundesländer, allen voran Sachsen-Anhalt: Hier lag der Anteil der außerehelichen Geburten bei 63 Prozent.

Allerdings zeigen die Zahlen auch, dass viele Paare erst das Elternsein testen, bevor sie den Bund fürs Leben schließen. Bei der Geburt des ersten Kindes 2015 waren in Bayern 36,4 Prozent der Eltern nicht verheiratet, bundesweit waren es 43,9 Prozent.

Der Trend zur Familie ohne Trauschein hält also an. Innerhalb der vergangenen 25 Jahre hat sich dieser Anteil bundesweit mehr als verdoppelt. 1990 lag er noch bei 15 Prozent. Allerdings nahm das Tempo in den vergangenen Jahren ab.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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