BayWa-Wiese: "Medaille mit zwei Seiten"

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Der neue Vorentwurf für die Bebauung der BayWa-Wiese: oben links der fünfgeschossige Turm, darunter das dreigeschossige Hotel-/Bürogebäude mit dem eingeschossigen Lebensmitteldiscounter zwischen den drei Flügeln.

Rosenheim - Als "Medaille mit zwei Seiten" bezeichnet der Vorstand des Eigenheimervereins Happing den zwischenzeitlich vorliegenden Vorentwurf für eine Bebauung der BayWa-Wiese.

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Der Vorentwurf in einer höheren Auflösung

"Selbstverständlich steht der Eigenheimerverein einer Bebauung des Areals nicht ablehnend gegenüber. Große Sorgen bereitet uns aber das durch die hohe Baudichte entstehende Verkehrsaufkommen", betonte der Vorsitzende, Klaus Hohmann.

Anlässlich der stattgefundenen Sitzung des Bauausschusses wurde unter anderem der Punkt "Verkehrssituation nach der Bebauung der BayWa-Wiese" ausführlich diskutiert. Den Ausführungen von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sowie der Stadträte in der Sitzung, dass die hohe Dichte der beabsichtigten Bebauung zu einem fast nicht mehr zu bewältigenden Verkehrsaufkommen führen wird, sei nichts hinzuzufügen.

Der Bereich Kufsteiner-/Miesbacher-/Happinger Straße sei an seiner Kapazitätsgrenze angekommen und überschreite sie in Spitzenzeiten deutlich. Bereits angesiedelte Gewerbebetriebe und das Ärztezentrum sorgen unabhängig von der geplanten Bebauung des erwähnten Areals schon jetzt für einen sehr intensiven Fahrzeugverkehr. Erwähnenswert erscheine auch die Tatsache, dass im Bereich Happing-Kaltmühl aufgrund der vorhandenen "Discounter" mit Sicherheit eine Unterversorgung der Bevölkerung nicht vorliegen dürfte.

Wer also an der Absicht festhalte, zukünftig den gesamten Fahrverkehr über die Happinger Straße und Umgebung abzuwickeln, nehme einen Verkehrsinfarkt in Happing billigend in Kauf.

"Ausweichverkehr in Tempo-30-Zone"

Die Befürchtung, dass ortskundige Fahrzeuglenker auf das umliegende Wohngebiet in der Tempo-30-Zone ausweichen werden, werde dann traurige Realität. Sollte das Wirklichkeit werden, stehe fest, dass der Stadtteil Kaltmühl aufgrund des vermehrten Verkehrsaufkommens durch Lärm- und Schmutzbelästigungen im wahrsten Sinn des Wortes ersticken werde.

"Rendite, Wirtschaftlichkeit und Gewinnstreben des Grundstückseigentümers müssen im Einklang mit den Ansprüchen der Bevölkerung stehen. Deshalb bitten wir die Verantwortlichen von Politik und Verwaltung, die Notwendigkeit der dichten Bebauung intensiv zu überprüfen", so der Vereinsvorstand. Ferner werde in diesem Zusammenhang die Erstellung eines zukunftsweisenden Verkehrskonzepts beziehungsweise -gutachtens für den Bereich Happing unumgänglich sein. "Im Rahmen der angekündigten Bürgerbeteiligung bieten wir eine konstruktive Mit- und Zusammenarbeit an", erklärten die Vorstandsmitglieder des Eigenheimvereins.

re/Oberbayerisches Volksblatt 

Quelle: rosenheim24.de

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