Katze verliert Bein in fieser "Schlagfalle"

So geht es dem armen "Marle" aus Grassau heute

+
Marle muss nun lernen, auf drei Beinen zu laufen. "Das geht aber leider noch nicht so gut. Er war so Lebenslustig, ich hoffe es kommt wieder", berichtet sein Frauchen. 
  • schließen

Grassau - Ende Januar geriet Kater "Marle" im Bereich der Gänsbachstraße mit der rechten Vorderpfote in eine Schlagfalle. Das Tier schleppte sich damit bis zu seinem Frauchen nach Hause. Die Polizei ermittelt immer noch in dem Fall.

"Er ist immer noch sehr geschwächt und man muss abwarten, wie es sich entwickelt", erzählte die Besitzerin der Redaktion. Marle brauche keine Prothese, er müsse nun lernen, auf drei Beinen zu laufen. "Das geht aber leider noch nicht so gut. Er war so lebenslustig, ich hoffe es kommt wieder", berichtet Marles Frauchen. 

Bisher keine Hinweise aus der Bevölkerung

Mit dieser Schlagfalle an der Vorderpfote musste sich Marle nach Hause schleppen. 

Ende Januar geriet das arme Tier im Bereich der Gänsbachstraße in eine Schlagfalle. Ein Vorderfuß wurde in der Falle eingequetscht. Der Kater schleppte sich samt Falle noch nach Hause. Von dort wurde er sofort zum Tierarzt gebracht. Das Bein konnte aber leider nicht mehr gerettet werden.

"Leider gab es da bisher keinerlei Hinweise aus der Bevölkerung", erklärte der bearbeitende Beamte der Polizeiinspektion Grassau. "Da hätte ich mehr erwartet", erläutert er, jedoch lasse dies auch auf einen ganz anderen Hintergrund des Falls schließen. Denn wo genau Marle in die Falle tappte, sei nicht ganz klar."Das kann irgendwo im Bereich der Gänsbachstraße gewesen sein", so der Polizist. 

"Das ist ein uraltes Trumm"

Anhand des Zustands und Modells der Falle sei außerdem anzunehmen, dass diese vielleicht schon längere Zeit auslag. "Da ist ein uraltes Trumm, das liegt da vielleicht schon seit 100 Jahren", so der Beamte. Vielleicht wurde also Marle das Opfer eines tragischen Zufalls. In jedem Fall seien keine Seriennummer oder andere Anhaltspunkte vorhanden, durch die man den Täter ausfindig machen könnte. "So eine Falle ist absolut illegal", stellte der Polizist klar, "Da wird sich der Täter hüten, dass bekannt wird, das sie ihm gehört."

"Vielleicht sieht der Übeltäter, was Marle alles mitmachen musste und hat wenigstens ein schlechtes Gewissen", hofft die Besitzerin unterdessen, "Es gibt leider so viele Tierschinder!" 

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im November 2016 in Rosenheim. An der Böschung des Hammerbaches wurde ein sogenanntes "Tellereisen", eine brutale Falle für Tiere, verbotenerweise ausgelegt. Eine Katze tappte prompt hinein.

Die Polizeiinspektion Grassau nimmt in diesem Fall weiterhin Hinweise unter der Telefonnummer 08641/95410 an.

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser