Nahverkehrs-Kommission fordert Investionen

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So ähnlich wie dieser Zug der Berchtesgadener Landbahn, die auf der Strecke Freilassing-Berchtesgaden-Salzburg fährt, sollen auch die "Flirt"-Züge der "Meridian"-Verbindung von Salzburg beziehungsweise Kufstein nach München aussehen.

Landkreis - Die Nahverkehrskommission des Landkreises BGL fordert Investionen von der Bahn. Außerdem geht sie davon aus, dass die "Meridian-Züge" pünktlich ihren Betrieb aufnehmen.

Wie bei der jüngsten Sitzung der euregionalen Nahverkehrskommission im Landratsamt Berchtesgadener Land deutlich wurde, sind zwischen Freilassing und Bad Reichenhall umfangreiche Investitionsmaßnahmen bei fast allen Bahnhöfen im Gang bzw. schon abgeschlossen. Wenig Engagement von der Bahn ist bislang für den südlichen Streckenabschnitt Bayerisch Gmain bis Berchtesgaden erkennbar. Gegenüber den Vertretern des Veolia-Konzerns wurde die Erwartung einer rechtzeitigen Auslieferung und Zulassung der 35 neu entwickelten Meridian-Züge für das E-Netz Rosenheim verdeutlicht.

Zum 15. Dezember soll der neue Meridian-Zug unter anderem zwischen München und Salzburg seinen Betrieb im Schienenpersonennahverkehr an Stelle der DB Regio aufnehmen. Neben einigen zusätzlichen Verbindungen auch spätabends wird der Meridian zwischen Rosenheim und München Ost durch Wegfall der Zwischenhalte beschleunigt. Der Fahrscheinverkauf wird im Meridian ohne Aufpreis erfolgen und in den Zügen wird es eine Servicetheke mit Imbissverkauf geben.

Inbetriebnahme der Meridian-Züge soll pünktlich erfolgen

Die Mitglieder der Nahverkehrskommission bekräftigten die Hoffnung, dass die Inbetriebnahme der neuen Meridian-Züge pünktlich erfolgen wird. Der Landkreis Berchtesgadener Land erwartet, dass man aus den leidvollen Erfahrungen beim BLB-Start Ende 2009 gelernt hat und sich die Probleme mit der verspäteten Inbetriebnahme von Neufahrzeugen beim Meridian nicht wiederholen werden.

Große Anerkennung fand die Bereitschaft der Gemeinde Ainring, das Bahnhofsgebäude Hammerau einschließlich einer großen Umgebungsfläche zu erwerben und in die vorbildliche Verbesserung der dortigen Schnittstelle Straße-Schiene zu investieren. Die Schaffung von Parkplätzen und Fahrradabstellanlagen wurde für weitere diesbezüglich noch nicht befriedigend ausgestattete Bahnhöfe angemahnt.

Notwenigkeit des zweigleisigen Ausbaus: München-Mühldorf-Freilassing

Nachdem Bahn und Bund die Bahnsteiganlagen in Bad Reichenhall, Hammerau und Piding mit Hilfe von Investitionsprogrammen finanzieren, leitet die Nahverkehrskommission daraus jetzt auch die Notwendigkeit von weiteren Investitionen im Bereich Bayerisch Gmain bis Berchtesgaden ab.

Landrat Grabner sah aus Kapazitätsgründen die Notwendigkeit eines durchgehend zweigleisigen Ausbaus der Magistrale München-Mühldorf- Freilassing, wenn das dritte Gleis Bahngleis zwischen Freilassing und Salzburg in Betrieb genommen wird. Darüber hinaus setzt er sich für ein Pilotprojekt zur Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Hallthurm ein, damit für Bahnstationen mit geringerem Fahrgastaufkommen hinsichtlich der technischen Ausstattung im Sinne der Verhältnismäßigkeit andere Maßstäbe als bei Hauptbahnhöfen angesetzt werden.

Pressemitteilung Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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