Dem 31-Jährigen droht ein empfindliches Bußgeld

Nach Watzmann-Sprung: Traunreuter meldet sich selbst bei den Behörden

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Niklas Winter droht wegen einem Sprung von Watzmann Ostwand eine empfindliche Geldstrafe.
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Berchtesgaden - Wegen des spektakulären Sprungs vom Watzmann, droht Niklas Winter ein Bußgeld. Das Landratsamt Berchtesgadener Land gab ihm eine Frist zu Löschung seines You-Tube Videos. Doch diese ließ der gebürtige Traunreuter zunächst verstreichen.

Nach dem spektakulären Sprung vom Watzmann Ende September hatte der gebürtige Traunreuter Niklas Winter zunächst die Frist zur Löschung seines You-Tube Videos bis Mittwoch, den 15. Januar, verstreichen lassen. Der Clip ist damit weiterhin im Internet zu sehen. Ganz zum Ärger des Landratsamtes Berchtesgadener Land. 

"Herr Winter hat sich am Mittwoch bei uns gemeldet und noch Bedenkzeit eingeräumt", sagt Andreas Bratzdrum, Pressesprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land, auf Nachfrage von BGLand24.de. Das Amt hat dem 31-Jährigen noch einige Tage Zeit gelassen.

Mit diesem Sprung vom Watzmann sorgte Niklas Winter für ordentlich Aufsehen.

"Der Verstoß wird auf alle Fälle geahndet", so Bratzdrum weiter, "dieses Verhalten wird von unserer Seite nicht akzeptiert." Die Höhe des Bußgeldes bewegt sich dabei in einem Rahmen von 50 bis maximal 2.500 Euro und ist laut Bratzdrum "von seinem Verhalten abhängig". Gemeint damit: Der 31-Jährige wird dazu aufgefordert, das Video aus dem Internet zu löschen. "Ich wollte den Sprung nicht verstecken", sagte Winter über die Beweggründe zur Veröffentlichung des Videos. Nun hängt die Höhe seiner Strafe davon ab, wie er sich entscheidet.

Nach Sprung vom Watzmann: Landratsamt will keine Nachahmer

Das Landratsamt begründet die Forderung zur Entfernung des Videos wie folgt: "Wir wollen den Nationalpark schützen, da es ein Schutzgebiet der höchsten Kategorie ist. Und wir wollen eine Nachahmung vermeiden." Da Winter ein erfahrener Springer ist, hofft das Landratsamt auf eine Signalwirkung, dass das Flugverbot im Nationalpark Berchtesgaden verboten ist. 

Der 31-Jährige geht indes nicht davon aus, dass viele diesen Sprung imitieren wollen: Auch die Angst des Nationalparks, dass das Video Nachahmer provoziert, lässt Winter so nicht stehen: "Die Anzahl an Leuten, die überhaupt gewillt wären, vier oder fünf Stunden auf den Watzmann zu wandern, um dort herunterzuspringen, ist sehr gering."

"Für uns ist das der erste Fall in dieser Form", sagt Bratzdrum. Zunächst hieß es von Seiten des Landratsamtes, dass das Verfahren Ende Februar beendet sein soll. Doch nun könnte der Fall auch schon in kürzerer Zeit ad acta gelegt werden.

ma

Quelle: BGland24.de

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