Unwetter: Überflutungen auf den Straßen

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Landkreis - Die heftigen Gewitter vom Mittwochabend sorgten für viele Verkehrsbehinderungen und zahlreiche Einsätze für die heimischen Feuerwehren.

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Für die Feuerwehren in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land hat es jede Menge Unwettereinsätze gegeben. Nach heftigen Regenfällen am Abend liefen Keller voll, auf Straßen kam es wegen der großen Regenmengen zu Behinderungen. Der Deutsche Wetterdienst schickte gestern Nachmittag gegen 16 Uhr seine erste eindringliche Unwetterwarnung heraus: "heftige Gewitter", hieß es da - "Starkregen" und sogar "Hagel" wurde angekündigt. Und genau so kam es dann auch.

So sah es nach zehn Minuten Unwetter mit Hagel in Traunstein aus - das schöne Bier.

Zahlreiche Keller wurden überflutet, der Wiesbach in der Gemeinde Ainring trat über die Ufer und musste von der Feuerwehr mit Sandsäcken eingedämmt werden. An diesem vierstündigen Einsatz waren 40 Mann der Feuerwehr sowie mehrere Mitarbeiter des Bauhofes, das gemeindliche Bauamt und die Flußmeisterstelle in Piding mit zwei Mann beteiligt. Insgesamt wurde die Feuerwehr Ainring zu 12 Einsätzen gerufen.

Die B305 zwischen Ruhpolding und Inzell war wegen Überflutung teilweise nicht befahrbar. Auf anderen Straßen gab es Behinderungen wegen Geröll oder weil Unterführungen unter Wasser standen.

Unsere Leserin Monika Moos fotografierte diese Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa 5 Zentimeter gestern in Vachendorf.

Allein die Feuerwehr Ainring musste nach eigenen Angaben innerhalb weniger Stunden zwölf Einsätze bestreiten. Die Floriansjünger rückten mit einem Transport-Lkw, einem Bagger sowie einem Lader zu den betroffenen Gebieten aus. In einigen Gemeinden gab es auch Hagelschäden.

Die Autobahn A8 war zwischen Bergen und Schweinbach wegen Geröll auf der Fahrbahn teilweise nur erschwert befahrbar; Steine und Äste wurden beim Gewitter auf die Fahrspur geschleudert.

Gleiches Bild auch im benachbarten Salzburger Land: auch dort kam es zu Überflutungen, v.a. in der Stadt Salzburg, im Flach- und im Tennengau.

Ernsthaft zu Schaden gekommen ist nach momentanem Stand der Dinge niemand. In der Nacht gegen ein Uhr hob der Deutsche Wetterdienst seine Unwetterwarnung wieder auf.

Zehn Minuten Unwetter - große Wirkung

Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes:

Die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für die Landkreise Berchtesgaden, Traunstein und Rosenheim war vorerst bis 19 Uhr gültig. Für das Berchtesgadener Land wurde die Warnung um 18.45 Uhr aufgehoben. Für den Landkreis Traunstein gab es rund eine Stunde später Entwarnung. Für die Stadt und den Landkreis Rosenheim galt die Warnung zunächst bis 21 Uhr. Eine Viertelstunde vorher, also um 20.45 Uhr, hat der Wetterdienst aber auch hier Entwarnung gegeben.

Vereinzelt sollte es zu schweren Gewittern kommen, dabei bestehe die Gefahr von Starkregen mit mehr als 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen um 70 km/h und Hagel um 2 cm, so der Deutsche Wetterdienst.

Hinweis auf mögliche Gefahren:

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleineren Flüssen sind möglich (Details: www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Deutscher Wetterdienst /df/mw/Bayernwelle SüdOst

Quelle: rosenheim24.de

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