Kita-Prozess: Paar vor Gericht abgeblitzt

Traunstein/Berchtesgaden - Ein Paar klagte, dass das Jugendamt im Berchtesgadener Land ihre Kita zu Unrecht dicht gemacht hätte. Das Landgericht sah das ganz anders:

UPDATE: Klage von Pflegeeltern gescheitert

Zwei Pflegeeltern aus dem Berchtesgadener Land sind mit ihrer Klage beim Traunsteiner Landgericht abgeblitzt. Die beiden wollten Schadensersatz vom Freistaat Bayern, weil ihnen das Jugendamt des Berchtesgadener Landes die Kita dicht gemacht hatte. Das Traunsteiner Gericht hat gestern aber entschieden, dass die beiden keinen Anspruch auf eine Entschädigung haben. Die unterlegenen Kläger wollen sich damit aber nicht abfinden: Sie wollen nun vor des Oberlandesgericht München gehen.

Vorbericht:

Ein Pflegeelternpaar aus Berchtesgaden will insgesamt 120.000 Euro Schadenersatz. Ob sich die beiden Kläger darauf wirklich Hoffnung machen können, das gibt voraussichtlich am Donnerstag das Landgericht Traunstein bekannt.

Es geht um die Frage: Hat das Kreisjugendamt Berchtesgadener Land den beiden zu Unrecht ihre Kita dicht gemacht oder nicht? Die beiden Kläger hatten seit 2009 eine Erlaubnis für eine Kita. Dabei haben sie wohl "erlebnisorientierte Pädagogik" angeboten. Die Kinder sollten etwas erleben. Das Angebot und die Methoden sind vielen Eltern aber zu weit gegangen. 2011 hat das Kreisjugendamt den beiden nach Beschwerden die Erlaubnis für die Kita entzogen.

Vor dem Verwaltungsgerichtshof hat das Paar einen Erfolg erzielen können. Das Gericht ist zur Auffassung gekommen, dass das Jugendamt Unrecht gehabt hat. Seit März 2013 läuft wieder alles normal in der Kita. Für den zweijährigen Ausfall der Einrichtung fordert das Paar aber Schadenersatz. Am Donnerstag will das Gericht verkünden, wie es in dem Verfahren weitergehen soll.

Quelle: Bayernwelle Südost

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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