Mordprozess gegen "Rockefeller" beginnt

+
Der "Bergener Rockefeller" steht erneut vor einem US-Gericht.

Bergen/L.A. - Ein 52-jähriger Mann aus Bergen muss sich ab heute in Los Angeles vor Gericht verantworten. Es handelt sich um den sogenannten "Rockefeller-Betrüger".

Der heute 52-jährige Mann wurde in Siegsdorf geboren und wuchs in Bergen auf. Später wanderte er in die USA aus. Dort verschaffte er sich mit falschen Identitäten Zutritt zu gehobenen Kreisen. Jahrelange hatte er sich als “Clark Rockefeller“, Nachfahre der legendären amerikanischen Industriellen-Dynastie, ausgegeben.

Vor fünf Jahren musste sich der Mann bereits einmal vor Gericht verantworten. Damals ging es um die gewaltsame Entführung seiner siebenjährigen Tochter. 2009 war er wegen der Entführung  in Boston nach einem Sorgerechtsstreit zu mindestens vier Jahren Haft verurteilt worden. Seitdem sitzt er im Gefängnis.

Lesen Sie auch:

Fall Rockefeller: Medienteams in Bergen

„Rockefeller“ aus Bergen vor Gericht

Die Tricks des Chiemgauer „Rockefeller“

Im Zuge dieses Verfahrens wurden die Ermittler auf ihn aufmerksam. Nun wird er verdächtigt in den 1980er Jahren einen 26-jährigen Mann ermordet zu haben. Es handelte sich um den Sohn seiner damaligen Vermieterin. Der Mann und seine Frau verschwanden im Jahr 1985 spurlos aus San Marino in Kalifornien. Neun Jahre später wurden sterbliche Überreste des Mannes zufällig bei Bauarbeiten im Garten des Hauses von Linda und Jonathan Sohus gefunden. In deren Gästehaus wohnte der Deutsche. 

Dank neuer DNA-Untersuchungsmethoden waren die Ermittlungen wieder ins Rollen gekommen. Ein Ehepaar sagte aus, der Mann habe ihnen einen Teppich mit Blutflecken verkaufen wollen. Eine Ex-Freundin berichtete, dass er sich die Haare gefärbt und einen neuen Namen zugelegt habe, als ihm Ermittler auf die Spur gekommen seien.

Quellen: dpa/Bayernwelle Südost

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser