Exklusiv: So erlebten Augenzeugen den Mord in Prien

"Von draußen hörte man die verzweifelten Schreie der Frau!"

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    Heinz Seutter
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Prien am Chiemsee - Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstagabend vor einem Lidl-Supermarkt in der Franziska-Hager-Straße abspielten. Ein Afghane (29) erstach dabei eine Landsfrau (38). Jetzt schildern Augenzeugen die furchtbaren Details:

So war ein Leser von rosenheim24.de eigentlich gerade beim Einkaufen mit der Familie. Unfreiwillig wurden sie dann Zeuge des fürchterlichen Mordes. "Wir standen gerade an der Kasse und bezahlten, da kam ein Mann herein gerannt und schrie: ‚Da sticht einer auf eine Frau ein!`" Daraufhin seien alle Anwesenden erst einmal wie versteinert gewesen. "Von draußen hörte man die verzweifelten Schreie der Frau!"

Der Mann hat sich dann mit seiner Familie zunächst in der Toilette des Supermarktes verschanzt. Von dort versuchte er, die Polizei zu verständigen. Allerdings hätte dies nicht funktioniert, weil das Handynetz offenbar kurzzeitig zusammengebrochen war. Als die ersten Polizeistreifen am Tatort eintrafen, sei er nach draußen gegangen. "Die arme Frau war vollkommen blutverschmiert", berichtet der Zeuge weiter. Andere Augenzeugen wiederum berichten von "blutdurchtränkten Adidas-Turnschuhen", die ursprünglich mal weiß gewesen seien.

Die Verhaftung des Täters scheint ebenfalls dramatisch gewesen zu sein. "Den Täter hatten einige Leute gepackt und übergaben ihn dann der Polizei." Dieser wehrte sich heftig, was auch die Polizei in ihrer Pressemitteilung bestätigte. Andere Passanten seien sichtlich erschüttert wie versteinert dagestanden. "Ich finde es furchtbar, was dieser armen Frau geschehen ist", so der erste Augenzeuge weiter: "Das ist alles so schrecklich!"

Eine weitere Userin schrieb zudem, dass ihre Mutter hautnah bei der Bluttat dabei gewesen sei und seither unter Schock stehe. Der Täter sei angeblich mit einer "riesengroßen Machete" auf das Opfer losgegangen. Glaubt man diesen Schilderungen, dürfte die Frau überhaupt keine Chance gehabt haben.

Fotos vom Tatort

Bilder vom Tatort am Lidl-Supermarkt

Derweil beteiligt sich die Polizei an keinerlei Spekulationen und spricht vielmehr von "laufenden Ermittlungen, die sich nicht einfach gestalten - auch aufgrund von Sprachbarrieren". Das sagte Polizeisprecherin Fiona Schwarzbraun bereits am Morgen gegenüber rosenheim24.de. Das Tatmotiv sowie Beziehung zwischen Täter und Opfer seien noch völlig unklar und müssten erst durch die Kriminalpolizei ermittelt werden, hieß es weiter.

Die 38-Jährige war kurz nach der Attacke am Samstagabend im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen verstorben. Um ihre beiden Kinder (5 und 11), die die Bluttat live miterleben mussten, kümmert sich seither ein Kriseninterventionsteam.

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Quelle: rosenheim24.de

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