Verleihung des Deutschen Schulpreises

So hat sich die Berufliche Schule Altötting geschlagen 

Berlin/München - Hochspannung bei den Beruflichen Schulen Altötting und dem Gymnasium Kirchheim: Am Nachmittag wurde der Gewinner des diesjährigen Deutschen Schulpreis bekanntgegeben. 

Update 15.30 Uhr:

Die Beruflichen Schulen Altötting haben den Deutschen Schulpreis leider nicht gewonnen. Der diesjährige Hauptpreis ging an die Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln

Dafür ist das Gymnasium Kirchheim bei München am Montag in Berlin mit einem zweiten Preis im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis 2017 ausgezeichnet worden. Die Beruflichen Schulen Altötting hatten es ebenfalls unter die besten 14 Schulen ins Finale geschafft und erhielten einen Anerkennungspreis. 

"Ich gratuliere den Schulfamilien zu ihrem Engagement und ihren Leistungen. Die Auszeichnung von gleich zwei Schulen aus dem Freistaat zeigt die hohe Qualität des Unterrichts in Bayern", spricht Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle den Schulen seine Glückwünsche aus. 

"Innovativer Unterricht und nachhaltige Konzepte zur Förderung der Schülerinnen und Schüler zeichnen das Gymnasium Kirchheim aus. Zudem können die Kinder und Jugendlichen ihre individuellen künstlerischen, sportlichen oder kreativen Talente in einem breiten Wahlkursangebot einbringen und festigen. Durch kontinuierliche Evaluation entwickelt sich die Schulfamilie stetig weiter. Am Gymnasium Kirchheim wird Bildung von allen Beteiligten aktiv, höchst engagiert und mit Freude ,gelebt‘", so der Minister. 

Die Schulfamilie darf sich nun über einen mit 25.000 Euro dotierten zweiten Preis freuen. Die Jury lobte insbesondere das seit 2001 verankerte, evidenzbasierte Qualitätsmanagement nach dem "EFQM-Modell", eine Schulentwicklungsstrategie, die ein hohes Maß an Kooperations- und Gestaltungswillen mobilisiere. 

Die Beruflichen Schulen Altötting hatten sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren ebenfalls für das Finale des Deutschen Schulpreises 2017 qualifiziert und erhielten den mit 5000 Euro dotierten Anerkennungspreis. 

Der Deutsche Schulpreis wird seit dem Jahr 2006 von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Heidehof Stiftung vergeben. In diesem Jahr erhielten insgesamt fünf deutsche Schulen sowie eine Deutsche Schule im Ausland aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel die Auszeichnung. 

Seit dem Start des Programms haben sich über 2000 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.

Vorbericht: Nominierung der BSAOE

Am Montagnachmittag ist es endlich soweit: Der Deutschen Schulpreis 2017, der mit 100.000 Euro Preisgeld ausgeschrieben ist, wird verliehen. Die Beruflichen Schulen Altötting (BSAOE) hatten sich beworben und kamen beim Ranking unter die Top 20 Schulen in Deutschland.

Anschließend mussten die BSAOE einen dreitätigen Jurybesuch vorbereiten, bei dem die Schulqualität genauestens unter die Lupe genommen wurde. Als dann bekannt wurde, dass die BSOE für die Endrunde nominiert wurden, war die Freude bei Schülern und Lehrkräften natürlich sehr groß. 

Wie der Bayrische Rundfunk berichtet, ist die Besonderheit an den BSAEO vor allem die Zusammenarbeit und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Der Schulleiter Carlo Dirschedl betont, dass dies hervorragend funktioniere, trotz Größe und Vielfalt. 

Am Montag, den 29. Mai, gegen 13.30 Uhr dürfen dann 10 Vertreter der BSAOE (vier Lehrkräfte, sechs Schülerinnen und Schüler) gespannt auf die Verkündigung des Ergebnis warten: wir drücken auf jeden Fall die Daumen!

Joanna Thurow

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © PicMonkey/dpa

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