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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Bierkrug-Attacke im Festzelt

Bad Aibling - Zu elf Monaten Haft wurde jetzt ein Bierkrugwerfer verurteilt. Er hatte bereits zu viele Vorstrafen gesammelt, um mit einer geringeren Strafe davonzukommen.

Am Abend des 25. Mai 2012 feierte ein 36-jähriger Maschinenbauer aus Bad Aibling fröhlich mit Freunden im Festzelt des Aiblinger Volksfestes. "Ich sah nur etwas schemenhaft von der Seite auf mich zufliegen, wollte den Kopf wegdrehen, aber schaffte es nicht ganz. Da knallte etwas gegen mein Ohr. Das Blut strömte nur so. Ich drückte etwas dagegen und kam umgehend in das Krankenhaus. Dort stellte sich heraus, dass mein Ohr fast zur Hälfte herunter hing. Es wurde dann mit 17 Stichen wieder befestigt", berichtete der Mann. Wer geworfen hatte und warum, das hatte er überhaupt nicht mit-bekommen.

Unter Anklage stand jetzt der 21-jährige Betreiber einer Dönerbude. Er war vor über vier Jahren aus Berlin nach Bad Aibling gekommen, um, wie er sich ausdrückte, aus der Szene dort weg zu kommen.

Bereits mehrfach vorbestraft

Das wird verständlich, wenn man weiß, dass er in Berlin bereits fünffach vorbestraft war. Allerdings hat ihm der Ortswechsel zunächst nicht viel gebracht. Auch in Bad Aibling war er umgehend wieder straffällig geworden. Es fiel schwer zu glauben, dass es sich bei dem Volksfest-Vorfall um einen unabsichtlichen "Ausrutscher" gehandelt habe.

Auch die Aussage des jungen Türken, er habe den 0,5- Liter-Krug nur in einer Aufwallung von Zorn "vom Tisch gewischt", erklärte nicht, wie das Glas dann über mehrere Meter hinweg gegen den Kopf des Opfers geraten konnte. Richterin Isabella Hubert äußerte hier auch erhebliche Zweifel.

Insgesamt war der Angeklagte jedoch geständig. Er hatte auch bereits auf Anraten seines Anwalts Hans Sachse dem Tatopfer 1000 Euro Schmerzensgeld gezahlt und sein Bedauern ausgedrückt. Das war auch ein sehr guter Rat seines Anwaltes: Bei den vielen Vorstrafen war die Gnade einer Bewährungsstrafe keineswegs sicher gewesen.

Bewährung gefordert

Unter den gegebenen Umständen war die Staatsanwaltschaft jedoch bereit, bei einem Strafantrag von zwölf Monaten Haft eine dreijährige Bewährungszeit zuzugestehen.

Der Verteidiger verwies nochmals auf die tätige Reue seines Mandanten und den doch mehrjährigen Zeitraum, der seit dessen letzter Tat im Jugendalter verstrichen sei. Er beantragte eine Haftstrafe von neun Monaten, zur Bewährung ausgesetzt.

Das Gericht befand eine Haftstrafe von elf Monaten für angemessen. Die Richterin setzte - weil die erste Erwachsenenstrafe - diese zur Bewährung aus. Daneben er-legte sie ihm eine Geldbuße von 1400 Euro auf. Diese kann er in 100-Euro-Raten abstottern. "Dann haben sie monatlich eine Erinnerung daran, dass sie ihr Verhalten dauerhaft werden ändern müssen. Ansonsten wartet auf Sie nur eines, nämlich das Gefängnis", gab sie ihm mit auf den Weg.

au/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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