A93 bei Raubling

"Blow-Ups": Inntalautobahn ist wieder frei!

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Ein "Blow-Up" vom Juni 2013 auf der A93.

Raubling - Nachdem am Mittwoch auf der Inntalautobahn sogenannte "Blow-Ups" auftraten, war sie bis in die Mittagsstunden gesperrt. Jetzt haben Autofahrer aber wieder freie Fahrt.

Update 11.45 Uhr: Die Inntalautobahn ist wieder für den Verkehr freigegeben. Die Verkehrsbelastung auf den Umleitungsstrecken sollte damit in den nächsten Stunden deutlich zurückgehen. Am Vormittag ereignete sich jedoch im weiteren Verlauf der A93 zwischen den Anschlussstellen Rosenheim und Brannenburg ein Unfall. Hier kann der Verkehr jedoch über die Standspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Update 10.45 Uhr: Die A93 bleibt auch bis auf weiteres gesperrt.  Wie die Verkehrspolizei auf Anfrage bestätigte, sei derzeit noch nicht absehbar, wann die Sperre der Inntalautobahn komplett aufgehoben werden könne. Für die Fahrtrichtung Österreich würden derzeit die Mittagsstunden für eine Freigabe angepeilt. Mittlerweile entstand am Rande der Beseitigung der Blow-Up-Schäden auf der A93 am Donnerstagmorgen ein Riesen-Stau. Die Schäden wurden in der Nacht beseitigt, am frühen Morgen wurde geteert und die noch heiße Fahrbandecke mit Wasser gekühlt.

Da aber die Autobahn im Baustellenbereich nur jeweils einen Fahrstreifen aufweist und der Verkehr in Richtung Kufstein komplett gesperrt war, bildeten sich auf den Umleitungsstrecken erhebliche Staus. Sowohl der gesamte Verkehr aus Richtung München, der Verkehr aus Salzburg und der übrige Verkehr in Richtung Kufstein lief über den Kreisel in Pfraundorf.

Am Mittwochabend hatte die Polizei erstmals bestätigt, dass zwischen dem Inntaldreieck und der Anschlussstelle Reischenhart sogenannte "Blow-Ups" aufgetreten sind. Die A93 musste deshalb zwischen dem Inntaldreieck und der Anschlussstelle Reischenhart in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Ursprünglich sollte die A93 am heutigen Donnerstag um 6 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Insgesamt vier Autobahnen betroffen

Wegen befürchteter Hitzeschäden an den Fahrbahnen haben die Behörden auf vier südbayerischen Autobahnen bereits seit Pfingstsonntag ein Tempolimit verhängt. Auf einzelnen Abschnitten der A3, A92, A93 und A94 sei derzeit nur maximal Tempo 80 erlaubt, berichtete der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher, am Dienstag in München.

Im Vorjahr war nach wochenlanger Gluthitze auf zahlreichen bayerischen Autobahnen die Fahrbahndecke aufgeplatzt. Ein Motorradfahrer war im Juni 2013 auf der A93 bei Abensberg (Niederbayern) über eine halbmeterhohe Aufwölbung gefahren. Der 59-Jährige war gegen die Leitplanke geprallt und noch am Unfallort gestorben. Zuvor waren vier Autos über das Hindernis gefahren, das wie eine Sprungschatze wirkte. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Auch zwischen dem Inntaldreieck und der Landesgrenze traten 2013 auf der A93 "Blow-Ups" auf.

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dpa/vod/rr

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