Brand in der Innenstadt - Schaden in Millionenhöhe

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Rauch steigt am Donnerstag aus dem Dachstuhl eines Hauses in der Innenstadt von Würzburg. In den frühen Morgenstunden war der Dachstuhl in Brand geraten.

Würzburg - Bei einem Brand in der Innenstadt von Würzburg ist nach ersten Schätzungen der Polizei in der Nacht zum Donnerstag Sachschaden in Millionenhöhe entstanden.

Ein Großbrand in der Würzburger Innenstadt hat in der Nacht zum Donnerstag einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet. “Das Feuer brach im Dachstuhl eines Eckhauses aus und verbreitete sich sehr schnell“, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt. Insgesamt brannten die Dächer von drei Wohnkomplexen auf einer Länge von gut 100 Metern komplett aus.

Zwei Menschen mussten mit leichten Verletzungen behandelt werden: eine Bewohnerin erlitt eine Rauchgasvergiftung und ein Feuerwehrmann verletzte sich bei der Brandbekämpfung. Alle betroffenen Anwohner konnten sich selbst rechtzeitig ins Freie retten. Es wird nach Angaben der Polizei niemand vermisst.

Mehr als drei Stunden habe es gedauert, bis das Großangebot der Feuerwehr den Brand unter Kontrolle hatte. Es war mit rund 100 Löschkräften sowie 22 Fahrzeugen und vier Drehleitern im Einsatz. Am Donnerstagvormittag waren die Einsatzkräfte zunächst noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. “Es steigt noch immer Rauch aus den ausgebrannten Dachstühlen auf und die Feuerwehrmänner müssen auch einzelne Glutnester immer wieder löschen“, sagte Schmitt.

Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Beamte der Kriminalpolizei konnten den Brandort noch nicht betreten. Die Lösch- und Sicherungsmaßnahmen würden vermutlich noch den ganzen Donnerstag andauern, berichtete die Polizei am Morgen. Schmitt ging nach ersten Schätzungen von einem Schaden in Millionenhöhe aus. “Es sind ja nicht nur die Dachstühle komplett ausgebrannt. Durch die Löscharbeiten kommt in den Wohnungen noch ein Wasserschaden hinzu. Da werden noch einige Decken herunterkommen“, sagte ein Feuerwehrmann. Durch herabstürzende Dachziegel und andere Teile wurden auch mehrere Autos beschädigt.

Während der Löscharbeiten wurde ein 18 Jahre alter Mann festgenommen. Der junge Mann musste sich jedoch nicht wegen des Feuers, sondern wegen versuchten Diebstahls verantworten. Er wollte die Betriebsamkeit während der Brandbekämpfung ausnutzen und einen Wagen des Malteser-Hilfsdienstes klauen. Die Polizei konnte gerade noch einschreiten und die Tat des angetrunkenen Mannes verhindern.

dpa

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