Brennerzulauf: Situation nach wie vor unklar

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Rosenheim - Die Brenner-Zulaufstrecke der Bahn war jüngst Thema im Hauptausschuss. "Es gibt bisher kein belastbares Material seitens der Bahn zur Brennerzulaufstrecke", so Gabriele Bauer.

"Es gibt bisher kein belastbares Material seitens der Bahn zur Brennerzulaufstrecke - es ist ein Stochern im Nebel", eröffnete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Haupt- und Finanzauschuss die Diskussion zu zwei Anträgen der CSU und der Freien Wähler/UP, die Auskunft über das Vorgehen der Verwaltung zu den Plänen der Bahn heischten.

Die Planung einer Südwestumgehung Rosenheims (Planfall 36) ab Großkarolinenfeld in Richtung Brannenburg sei bisher lediglich "als Strich durchs Land auf einem Streckenplan" aufgetaucht, so Bauer. Die Stadt stehe in dieser Sache in engem Kontakt mit dem Landkreis, der das Vorhaben dieser Rosenheim-Umgehung nach Brannenburg ebenso ablehne. Mit dem Bundesverkehrsministerium sei man im Gespräch.

Am 4. Juli, so Bauer weiter, werde es im Landratsamt ein Diskussionsforum mit den Bahnverantwortlichen geben. Professor Konrad Bergmeister werde dabei das Projekt aus dem Blickwinkel der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn vorstellen, Klaus Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, wird die bisher vorliegenden Überlegungen seines Hauses erläutern. Stadt und Landkreis werden das nutzen, ihre Belange zu formulieren, so Bauer.

Der CSU-Antrag beinhaltete auch den Vorschlag, die Verwaltung solle im Benehmen mit der Bahn prüfen, ob zum Verkauf stehende Grundstücke parallel der Bahn an der Pürstlingstraße in Hinsicht auf einen vierspurigen Trassenausbau der Bahn von der Stadt vorausschauend zu erwerben seien. Dr. Wolfgang Bergmüller von der CSU: "Wenn die Verbindung München-Wien über Mühldorf geführt werden und Rosenheim vom Brennerzulauf abgekoppelt werden soll, müssen wir alles dagegen unternehmen, um weiterhin Station im internationalen Bahnverkehr zu bleiben."

Franz Lukas von den Grünen gab zu bedenken, dass bahnrelevante Flächen im Bahnhofsbereich nicht zu sehr eingeengt werden.

"Wir hatten mit unserem Antrag vom Januar diesen Antragsreigen in Gang gesetzt", betonte SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Leicht. Es könne aber nicht Aufgabe der Stadt sein, für die Bahn Grundstücke zu kaufen.

Der Stadt, so Bauer dazu, sei bekannt, dass die Firma Aurelis, eine Tochtergesellschaft der Bahn, entlang der Pürstlingstraße die Kleingartenflächen verkaufen wollte. Nach aktueller Auskunft der Aurelis sei aber der Verkauf - anscheinend wegen der Planungen für den Brenner-Zulauf - derzeit ausgesetzt.

Die Stadt, so die Oberbürgermeisterin, werde in den kommenden Verhandlungen mit der Bahn den dringenden Appell anbringen, entlang der Bahnstrecke München-Rosenheim im Bereich der Stadt Rosenheim ab sofort keine Grundstücksstreifen mehr an private Dritte zu veräußern. Sollten dennoch Grundstücke zum Verkauf angeboten werden, werde die Stadt in jedem Einzelfall den Erwerb als potenzielle Ausbaufläche überprüfen und dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen.

hh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Stadt Rosenheim

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